Das letzte Drittel wird eröffnet, nach dem Bully wird die Scheibe tief ins Drittel der Oltner gespielt, als Thurgau-Stürmer Toms Andersons den Verstand verliert und EHCO-Verteidiger Anthony Rouiller regelwidrig checkt.

Im Video (siehe unten) sieht es danach aus, als würde Andersons mit voller Absicht Rouiller gegen den Kopf checken wollen, nachdem Oltens Verteidiger bereits wenige Sekunden zuvor einen kernigen, aber fairen Check gegen Jaedon Descheneau gesetzt hatte.

Ein Revanchefoul, das zumindest fürs Spiel schon einmal Konsequenzen hatte: Andersons wurde mit einer 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche geschickt.

Der Check von Toms Andersons gegen Anthony Rouiller (Video: MySports)

Und Rouiller? Er blieb kurzzeitig regungslos liegen, konnte dann das Eis aber selber stehend verlassen. Glück im Unglück: Er zog sich bei der Aktion eine Platzwunde zu, die noch in der Garderobe genäht werden musste. Danach konnte er im Spiel wieder eingreifen. Er hat soweit, auch am Tag danach, laut EHCO keine Symptome einer Gehirnerschütterung.

Verletzung hin oder her: Wegen der Brutalo-Attacke des Thurgauers müsste wohl zumindest ein Verfahren eingeleitet werden.

Klar ist: Der Player Safety Officer (PSO) der Liga, Stephane Auger, hat bis Donnerstagmorgen, 7 Uhr (MEZ) Zeit, zu entscheiden, ob ein Verfahren gegen Toms Andersons eröffnet wird.

Der EHCO hätte theoretisch bis Mittwochabend, 18 Uhr Zeit, selber einen Antrag auf Verfahrenseröffnung zu stellen, wird dies aber aufgrund der fehlenden, zusätzlichen Videobildern zu denen, die bereits der PSO zur Verfügung hat, nicht tun.

Zur Erinnerung: Thurgaus Mike Küng wurde bereits für seinen Check gegen den Kopf von Martin Ulmer im ersten Spiel nicht weiter belangt.