Im Rahmen der «Business-Club»-Mittagslunch-Serie des EHC Olten erzählte am Mittwoch der CEO des amtierenden Eishockeymeisters Peter Zahner von der Organisation seiner ZSC Lions. Moderator Raphael Galliker erinnerte den Zürcher gleich zu Beginn des Gesprächs an die Testspiel-Niederlage der Zürcher gegen den EHC Olten vor Jahresfrist in Flims. Worauf Zahner mit einem Schmunzeln erwiderte: «Deshalb wird es heuer nicht zu einer Reprise kommen.» Damals ahnte jedoch noch niemand, dass der Qualifikationssiebte im vergangenen Frühling unter Bob Hartley Meister werden würde.

«Colin Muller ist ein exzellenter Fachmann»

Ein Name, der ebenfalls in den Klubgeschichten der beiden Eishockeyvereine vorkommt, ist jener von Colin Muller. Der ehemalige Assistenztrainer der A-Nationaltrainer war vor zwei Jahren beim ZSC und in der vergangenen Saison beim EHC Olten als Headcoach gescheitert. «Colin Muller ist ein exzellenter Fachmann», fand Zahner für den Kanada-Schweizer lobende Worte. «Ich hatte es Colin Muller zugetraut, in Olten erfolgreich zu werden». Vielleicht sei Muller zu lieb oder habe nicht die notwendige Kraft aufbringen können.

Eishockeystadien im Fokus

Währenddem in Olten die Stadionsanierung des Kleinholz’ beschlossene Sache ist, die Umsetzung aber in Verzug gerät, haben die ZSC Lions den Bau eines eigenen Eisstadions ins Auge gefasst. Zahner sieht sich in der Gegenwart immer wieder mit Terminkollisionen um das Hallenstadion konfrontiert. «Zudem verfügen wir über limitierte Vermarktungsrechte – wir verdienen zum Beispiel keinen Rappen am Catering», so der Geschäftsführer über die aktuellen Konditionen. Fakt in Zürich sei, dass sich ein Stadionprojekt in Form eines Architektur-Wettbewerbes in der Ausarbeitungsphase befinde.

Mäzen als Notwendigkeit

Aus Oltner Sicht interessierten ausserdem Zahners Ausführungen zum Ligakonkurrenten und Farmteam des ZSC, den GCK Lions. Die Babylöwen seien für den Zürcher Stadtklub ein unverzichtbares Reservoir an Spielern. «Jedoch muss man klarstellen, dass wir uns die GCK Lions nur dank unseres Präsidenten Walter Frey leisten können», so Zahner zum Verlustgeschäft in der NLB.

In der höchsten Spielklasse gebe es allerdings keinen Klub, der vom reinen Spielbetrieb schwarze Zahlen schreibe – auch der SC Bern nicht. «Bei uns heisst er Walter Frey, bei Lugano Mantegazza, bei Davos Spengler-Cup und bei Bern Gastronomie.»

Zum nächsten Business-Lunch lädt der EHC Olten am 8. August im Restaurant Pure. Gast wird dann eine bekannte Sportmoderatorin und Journalistin sein, mehr wollte Raphael Galliker noch nicht verraten. Interessenten für eine Mitgliedschaft im Business-Club können sich beim EHCO-Sekretariat melden.