Leichtathletik

Der Belchenlauf startet zum letzten Mal auf dem Bannfeld-Areal

Am Sonntag wird zum letzten Mal im Bannfeldquartier zum Belchenberglauf gestartet. Foto: Kissling

Am Sonntag wird zum letzten Mal im Bannfeldquartier zum Belchenberglauf gestartet. Foto: Kissling

Ab 2014 wird der Startbereich des Belchenlaufs ins Kleinholz verlegt. Dort steht mehr Platz und gerade bei schlechtem Wetter eine bessere Infrastruktur zur Verfügung. Bei der letzten Ausgabe auf der alten Strecke startet Stephan Wenk als Favorit.

Wenn am Sonntag um 10 Uhr der Startschuss zum 32. Belchenberglauf gegeben wird, dann verabschieden sich nicht nur die (erwarteten) rund 400 Läuferinnen und Läufer in Richtung Belchenfluh und dem Ziel auf dem Allerheiligenberg. Dann heisst es auch für die Organisatoren, Abschied zu nehmen von der gewohnten Startumgebung. «Der Platz ist ganz einfach zu eng», sagt OK-Präsident Alfred Käppeli. «Ein Wechsel stand seit längerer Zeit zur Diskussion, im nächsten Jahr wird er jetzt Tatsache.»

Neu Kleinholz

Ab 2014 wird also nicht mehr auf dem Bannfeld-Areal gestartet, sondern im Kleinholz vor der Firma Mungo. Dabei kann auf die perfekte Infrastruktur der Stadthalle zurückgegriffen werden, welche vor allem bei Schlechtwetter viel mehr Möglichkeiten bietet als die grössenmässig doch stark limitierten Räumlichkeiten des Bannfeld-Schulhauses.

Auch neues Datum?

Gleichzeitig fasst das OK auch eine spätere Ansetzung des Laufes (um eine Woche) ins Auge, denn der aktuelle Termin, der zweite Sonntag im August, ist nicht optimal. Am letzten Ferienwochenende finden mit Sierre–Zinal (wird live im Fernsehen übertragen) und dem Glacier 3000 gleich zwei Konkurrenzveranstaltungen auf hohem Niveau statt.

Stephan Wenk ist der Topfavorit

An diesen beiden Läufen wird denn auch ein Grossteil der Schweizer Berglaufelite am Start stehen, ebenso namhafte Konkurrenz aus dem Ausland. Aber auch am Belchenberglauf hat sich, zum ersten Mal seit vier Jahren, afrikanische Konkurrenz eingeschrieben für den, zusammen mit dem Gempenberglauf, ältesten Lauf der Jura-Top-Tour. Mit Fikru Guta (23) und Nesro Roba (19) starten gleich zwei Äthiopier in Olten. Vor allem Guta deutete in diesem Jahr an diversen Läufen in der ganzen Schweiz sein Potenzial an und belegte am Berglauf Thyon–Dixence beispielsweise Overall-Rang 21.

Streckenrekord bleibt wohl bestehen

Doch das wird bei Weitem nicht reichen, um den seit zehn Jahren gültigen Streckenrekord von Tolossa Chengre (50:38) bei letzter Gelegenheit ernsthaft zu gefährden. Es dürfte für die beiden sogar schwierig werden, Stephan Wenk auf den 13 Kilometern und gut 800 Höhenmetern zu bedrängen. Der 30-Jährige aus Greifensee startete bislang zweimal im Rahmen der Jura-Top-Tour und hinterliess 2011 am Belchen einen ganz starken Eindruck. In 54:55 holte er sich an den damaligen Schweizer Berglaufmeisterschaften den dritten Platz.

Von Känel und Baala als Verfolger

Ebenfalls mitreden bei der Vergabe der vordersten Plätze werden Martin von Känel (46, Reichenbach) und Samir Baala (39, Fra). Die Beiden waren am diesjährigen Grenchenberglauf nur durch eine halbe Minute voneinander getrennt und dürften zu den ersten Verfolgern von Stephan Wenk gehören. Eindeutig ist die Ausgangslage bei den Frauen – wie fast immer, wenn Martina Strähl ihre Aufwartung macht. Die 26-jährige Wasserämterin entschied sich gegen einen Start am Glacier 3000 und wird stattdessen am Belchenberglauf einen weiteren Formtest im Hinblick auf den Jungfraumarathon vom 14. September unternehmen.

Der Belchenlauf wird länger

Als aussichtsreichster Regionaler nimmt wohl André Nussbaumer (Oensingen) einen letzten Anlauf auf der alten Streckenführung, denn ab 2014 erhält der Belchenberglauf doch einen leicht anderen Charakter. Die ersten gut 1,5 Kilometer werden tendenziell bergab führen, ehe es hinauf zum früheren Start und damit die bekannte Strecke geht. Man könne sich vorstellen, sagt Alfred Käppeli, die Strecke im oberen Teil leicht abzukürzen, damit das Rennen nicht zu lang werde. Das gelte es, im Hinblick auf die nächste Austragung, aber noch definitiv abzuklären.

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