Daniela Ryf
«Der Award ist ein Zeichen der Anerkennung für mich und den Triathlon-Sport»

Die Solothurner Triathletin Daniela Ryf ist Sportlerin des Jahres 2015. Im Interview spricht sie von einer grossen Ehre, ihrer gelungenen Saison und der kommenden Pause in der Weihnachtszeit. Und wo wird die Sportlerin ihren Award hinstellen?

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Daniela Ryf küsst den Award.

Daniela Ryf küsst den Award.

Keystone

Herzliche Gratulation zum Award Sportlerin des Jahres 2015! Wie geht es Ihnen?

Daniela Ryf: Sehr gut – ich bin sehr gerührt. Dass die Schweizerinnen und Schweizer für mich abgestimmt haben ist eine besondere Ehre.

Hätten sie damit gerechnet, den Preis zu erhalten?

Nein, nicht wirklich. Ich hatte schon eine Vorahnung – durch die Gespräche mit den Medien ahnte ich, dass meine Chancen wohl nicht schlecht stehen. Aber meine Konkurrentinnen haben dieses Jahr ebenfalls grosse Leistungen erbracht. Schon alleine in der Top 10 zu stehen war eine grosse Ehre. Ganz an die Spitze zu kommen war eine Überraschung. Ich habe das knappe Resultat gesehen und bin für jede Stimme dankbar.

Wie war der Moment für Sie, als Ihr Name fiel und sie dann den Preis in den Händen hielten?

Das war sehr besonders. Ich habe meinen Namen vom Fernsehen abgelesen – in diesem Moment konnte ich mich nicht mehr auf mein Gehör verlassen. (lacht) Dann habe ich ein paar Sekunden gebraucht um das Ganze zu realisieren. Dann von Herrn Maurer den Preis zu erhalten war eine sehr grosse Ehre.

Was bedeutet Ihnen mehr: Der Gewinn des Millionen-Jackpots oder der Award als beste Sportlerin?

Der Gewinn des Awards war ein sehr emotionaler Moment für mich. Er ist für mich und den Triathlon-Sport ein Zeichen der Anerkennung. Diese Auszeichnung hat eine geniale Saison gekrönt. Und der Jackpot beweist die Entwicklung des Triahtlon-Sports – wir holen langsam den Tennis-Sport auf. Und diese Entwicklung wird entschädigt. Das ist auch besonders schön.

Daniela Ryf erhält von Bundesrat Ueli Maurer die Auszeichnung
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Solothurner Triathletin Daniela Ryf ist Sportlerin des Jahres
Die Athletin aus Feldbrunnen-St.Niklaus küsst den Award.
Daniela Ryf beendete Anfangs Dezember in Bahrain die Triathlon-Saison ungeschlagen und holte den Millionen-Dollar-Jackpot.
Champagnerdusche in Bahrain Die drei erstplatzierten Caroline Steffen (CH, 2.Platz), Daniela Ryf (CH, 1.Platz) und Asa Lundstrom (SWE, 3.Platz) feiern nach dem Ironman in Bahrain.
Daniela Ryf am 10. Oktober beim Ironman auf Hawaii.
Daniela Ryf läuft auf Hawaii als erste über die Ziellinie.

Daniela Ryf erhält von Bundesrat Ueli Maurer die Auszeichnung

KEYSTONE/NICK SOLAND

Am Dienstag werden sie noch von der Gemeinde Feldbrunnen geehrt. Was bedeutet Ihnen dies?

Feldbrunnen ist mein zu Hause, diese Ehrung ist natürlich sehr schön für mich. Auch dass Gemeindepräsidentin Anita Panzer und das ganze Dorf mitgefiebert haben freut mich sehr. Mein zu Hause bedeutet mir viel, meine Familie und mein Umfeld sind sehr wichtig für mich. Nachdem ich schon sehr gerne daheim angekommen bin freue ich mich auf diese Ehrung.

Sie sind nach dem Saison-Abschluss in Bahrain nach Hause zu Familie und Freunden gekommen. Kommen Sie zum Trainieren oder legen Sie derzeit eine Pause ein?

Jetzt ist zuerst Pause angesagt. Ich achte darauf, dass ich mich jeden Tag so ein halbes Stündchen bewegen kann. Ich werde joggen oder schwimmen gehen. Das ist aber dann eher ein Ausgleich zu meinem Alltag – gerade beim Laufen kann ich gut abschalten. Die Krönung zur Saison kommt gerade zur richtigen Zeit – ich werde die Weihnachtszeit natürlich zu Hause mit meiner Familie geniessen.

Wissen Sie schon, wo Sie den Award hinstellen?

Da ich eine eher kleine Wohnung habe, habe ich gar nicht so viele Möglichkeiten. Ich muss mich zwischen den Optionen Wohn- oder Schlafzimmer entscheiden. Der Award ist so schön, ich denke ich werde ihn im Wohnzimmer an einen stolzen Platz stellen, wo ich ihn noch das eine oder andere Mal bewundern kann. (nka)

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