Das Match begann für die Gastgeber in Olten denkbar schlecht. Keine zwei Minuten waren gespielt, da hiess es schon 1:0 für die Gäste aus Zürich. Björk verwertete einen Freistoss per Drehschuss. Die Defensive von Unihockey Mittelland (UM) hatte es dem schwedischen Meister in den Reihen der Zürcher dabei etwas gar einfach gemacht. Wer nun einen leichten Spaziergang für GC erwartete, sollte sich gewaltig getäuscht haben. Denn die Mittelländer boten in der Folge nicht nur Paroli – sie hatten auf den frühen Gegentreffer auch eine Antwort parat. Der tschechische Neuzugang Milos Tyl traf vier Zeigerumdrehungen später nach einem cleveren Pass seines Landsmanns Adam Stegl von hinter dem Tor. Generell steigerte sich das UM-Kollektiv nach nervösem Beginn kontinuierlich. Nach Tyl kam ein weiterer Akteur aufseiten der Gastgeber zu seinem Debüttor in der NLA. Maurice Thomas war es, der die immer stärker auftretende Heimequipe sehenswert per Backhandschuss in Führung schoss.

Im zweiten Abschnitt legten die beiden Kontrahenten noch einen Zacken zu. Besonders in Sachen Körperspiel hielt man sich beidseits nicht zurück. Dem erneut grossen Druck von GC bot Mittelland Paroli. Beidseits häuften sich nun die Chancen. Doch es zeigte sich, dass die Zielfernrohre sowohl in Olten als auch in Zürich noch nicht perfekt justiert war. Zahlreiche Tormöglichkeiten wurden geradezu fahrlässig ausgelassen. Besser machte es der wirblige Tyl. Nach einem langen Befreiungsschlag aus der Defensive vernaschte der Tscheche gleich drei Zürcher und vollstreckte zum 2:1 ins hohe Eck.

GC blies nun zum absoluten Sturmlauf. Doch immer wieder fanden die Stadtzürcher ihren Meister im äusserst souverän agierenden UM-Rückhalt Jan Binder, auch er eine Neuverpflichtung aus Tschechien. Nach acht Minuten im dritten Abschnitt brachen die Stadtzürcher den 45 Minuten währenden Torbann.
Rüegger war es, der ungedeckt abschliessen konnte und dies zum Anschlusstreffer nutzte. Nur eine Minute später doppelte Meier zum Ausgleich nach. Der Druck der Grasshoppers hatte sich ausgezahlt. Eine Strafe gegen Scalvinoni brachte in der Folge nicht die erwünschte Wirkung. Statt Torgefahr zu kreieren, geriet das Heimteam immer mehr unter Druck. Die Folge war, nachdem UM die defensive Ordnung vermissen liess, die 4:3-Führung für GC.

Dank eines schnell vorgetragenen Konters des Berner Duos Stettler/Thomas glich UM die Partie zum 4:4 aus. Trotz arger Bedrängnis retteten die Platzherren den Gleichstand über die Zeit. Damit musste eine Entscheidung in der fünfminütigen Verlängerung folgen. Gleich zu Beginn überstanden die Einheimischen dabei eine zweiminütige Unterzahl. Auch in der Folge hielt UM den anrennenden Zürcher stand.

Es folgte das Penaltyschiessen. Nach je sechs Versuchen parierte Wittwer gegen Tyl und sicherte somit den Zusatzpunkt für GC. Insgesamt zeigte Mittelland eine Leistung die Hoffnung macht für den kommenden Saisonverlauf. Nach intensiven 65 Minuten geht es schon morgen Sonntag im Cup nach Sarnen.