Faustball
Den letzten Angriffen getrotzt

Die Frauen von Deitingen-Neuendorf holen sich den Meistertitel in der NLB. Dies allerdings äusserst knapp im Duell mit Jona.

Marc Flück
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Geschafft: Deitingen-Neuendorf kann sich über den NLB-Meistertitel freuen. Hinten vl.: Jennifer Benz, Nerina Kempf, Livia Galli, Lea Zeltner, Guido Schenker (Coach). Vorne vl.: Seraina Schenker, Sonia Giacalone, Gina Jäggi, Melanie Pauli.

Geschafft: Deitingen-Neuendorf kann sich über den NLB-Meistertitel freuen. Hinten vl.: Jennifer Benz, Nerina Kempf, Livia Galli, Lea Zeltner, Guido Schenker (Coach). Vorne vl.: Seraina Schenker, Sonia Giacalone, Gina Jäggi, Melanie Pauli.

zvg

Mit dem grossen Ziel, Zwischenrang eins an den drei letzten Meisterschaftsspielen zu verteidigen, nahm Deitingen-Neuendorf das erste Spiel an der Schlussrunde in Wilen in Angriff. Gegner Embrach war ebenfalls noch Anwärter auf den NLB-Meistertitel, hatten sie vor dieser Runde doch nur zwei Punkte weniger auf ihrem Konto. Konzentriert stiegen die Solothurnerinnen in das wichtige Spiel, zeigten eine souveräne Defensivleistung mit genauen Zuspielen sowie präzisen Punkten auf beiden Schlägerpositionen und konnten so beide Sätze doch überraschend klar mit 11:4 und 11:7 gewinnen. Auch nach diversen Umstellungen im zweiten Satz spielte das Team auf dem gleichen Niveau weiter. In seiner kurzen Besprechung meinte der Trainer, soeben eines der besten Spiele der laufenden Saison abgeliefert zu haben.

Im zweiten Spiel stand den Gäuerinnen Schlieren gegenüber. Dieses Team stand vor dieser Runde auf dem zweitletzten Platz, was auf eine klare Sache hindeutete. Aufgrund eines Siegs im ersten Spiel konnte auch Schlieren mit einem Erfolgserlebnis ins zweite Spiel starten. Coach Guido Schenker stellte gegenüber dem ersten Spiel das Team auf zwei Positionen um. Mit Gina Jäggi (spielt erst seit Herbst 2013) in der Defensive gab er einer unerfahrenen Spielerin eine weitere Gelegenheit, sich auf diesem Niveau zu etablieren. Zusätzlich spielte neu Sonia Giacalone in der Mitte-Position. Den ersten Satz holte sich dann das Team anstatt mit spielerischer Überlegenheit mit viel Kampf und nur sehr knapp mit 11:9. Das Bild änderte sich auch in Umgang zwei nicht, welcher wiederum mit 11:9 endete – allerdings zugunsten der Gegnerinnen. Im dritten Satz spielte man dann wieder auf allen Positionen etwas konzentrierter und besann sich auf die eigenen Stärken. Mit zusätzlichem Engagement gewannen die Solothurnerinnen den Entscheidungsdurchgang mit 11:7 und das Spiel mit 2:1.

Mit dem Wissen, mit einem Sieg die Meisterschaft auf dem 1. Rang beenden zu können, stieg Deitingen-Neuendorf gegen Rebstein ins letzte Spiel. Auch jetzt gelang es irgendwie nicht mehr, die souveräne Spielweise aus der ersten Partie des Tages abzurufen. Den ersten Satz gewann das Team dann auch sehr knapp mit 11:9. Zur Freude des Coachs und der mitgereisten Fans gelang dann im zweiten Satz eine Leitungssteigerung, womit auch der letzte Satz der Saison mit 11:5 doch eher klar und das Spiel mit 2:0 Sätzen gewonnen werden konnten. Wie wichtig dieser letzte Sieg war, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Zwar konnte Embrach am Ende noch um vier Punkte distanziert werden, doch Jona blieb den Solothurnerinnen bis ganz zuletzt auf den Fersen und belegte nur des schlechteren Satzverhältnisses wegen schliesslich den zweiten Platz.

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