Wintercup
Den einheimischen Kanuten lief es auf der Aare

Zum Auftakt der Wintercup-Serie in Solothurn überzeugten die einheimischen Kanuten mit Siegen.

Reto Schläppi
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Ungewohntes Bild: Eine Armada von Kanuten im Novembergrau auf der Aare unterwegs.

Ungewohntes Bild: Eine Armada von Kanuten im Novembergrau auf der Aare unterwegs.

zvg

Seit mehr als 20 Jahren ist das Rennen in Solothurn der Auftakt zur Wintercupserie der Kanuten. Auch in diesem Jahr war es die erste Gelegenheit zu einem Kräftemessen mit den Konkurrenten aus den anderen Schweizer Klubs. Eine Besonderheit des Rennes auf der Aare ist jeweils der Massenstart aller Boote vor dem Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer und die mehrmalige Durchfahrt des Feldes durch die Solothurner Altstadt.

Am Start waren mehrere WM- und EM-Medaillengewinner der vergangenen Saison, so auch die Solothurner Gesamtweltcupsiegerin 2016, Melanie Mathys. Die Wirtschaftsstudentin befindet sich bereits seit Oktober mitten im Aufbautraining für die kommende Saison 2017 und war gespannt auf ihr erstes Wettkampfresultat. Melanie Mathys siegte souverän, allerdings hatte sie mit der jungen Nidwaldnerin Hannah Müller eine Konkurrentin, die zwar in der Juniorenkategorie startete, aber der Solothurnerin bis zur Rennhälfte folgen konnte.

Nico Meier an der Spitze

Ein packendes Duell gab es um den Tagessieg bei den Kajaks. Der Luzerner EM-Dritte Linus Bolzern und der Solothurner Nico Meier schenkten sich nichts; einmal hatte der Luzerner Juniorenfahrer die Führung, bei der nächsten Wende konnte sich wieder Nico Meier an die Spitze setzen. Erst nach der letzten Wende konnte sich der Solothurner entscheidend absetzen und den Sieg ins Ziel fahren. Beinahe wäre es beim Wintercup sogar zu einem Duell der drei besten Schweizer gekommen. Auf der Startliste stand nämlich auch der Nidwaldner Fabio Wyss, unser Vertreter an den Olympischen Spielen in Rio, aber leider warf ihn eine Grippe ins Bett.

Auch der Langendörfer Robin Häfeli konnte sich in der Jugendkategorie durchsetzen und seinen Nationalmannschaftskollegen Cornel Bretscher auf Distanz halten.

Das Team der Solothurner Kajakfahrer will im kommenden Jahr noch bessere Resultate erzielen. Der Grund dafür liegt in der Heim-Weltmeisterschaft 2018 auf der Muota. 45 Jahre nach der letzten WM in der Schweiz wird 2018 erneut eine Kanu-WM im Muotatal ausgetragen und die Solothurner Top-Athleten wollen nicht nur teilnehmen, sondern auch Medaillen gewinnen. Der erste Schritt dazu kann bereits in der kommenden Saison gemacht werden. Im Juni wird die WM-Hauptprobe auf der Muota als Weltcuprennen ausgetragen, und dort wollen die Solothurner ein erstes Zeichen setzen.