Beachsoccer
Den Aufstieg verpasst und nun doch ein NLA-Team

Vor sechs Jahren nannten sie sich «Ronaldhinos» und nahmen zum Spass an Qualifikationsturnieren teil. Heute ist der Beachsoccer-Klub Solothurn ein NLA-Team.

francesca perrotta
Merken
Drucken
Teilen
Solothurns Beachsoccer-Spieler holen sich in Burgdorf den letzten Schliff für die NLA-Saison.

Solothurns Beachsoccer-Spieler holen sich in Burgdorf den letzten Schliff für die NLA-Saison.

fpe

Bereits in den vergangen beiden Saisons mischten die Solothurner erfolgreich in der zweitbesten Schweizer Liga mit, ganz knapp verpassten sie im letzten Jahr den Aufstieg. «In der letzten Saison ging einiges schief. Viele Spieler, unter anderem unser Topskorer, waren verletzt», erzählt der Präsident und Trainer des Vereins Micha Rusterholz. «Wir wollten unbedingt aufsteigen, sind dann aber im Aufstiegsspiel gegen Basel gescheitert», erzählt er weiter.

Und das ist den Solothurnern nun doch gelungen. Die neu gegründete Nationalliga A, die «Suzuki League», wurde um vier Mannschaften erweitert und so auch den Solothurnern die Chance gegeben, dieses Jahr um den Meistertitel zu kämpfen. «Natürlich möchten wir am liebsten den Titel gewinnen, aber die Konkurrenz ist stark. Ziel ist es vorerst, das Beste der Aufsteigerteams zu sein», sagt Rusterholz.

Aufstieg brachte auch Sorgen

Die Freude um den Aufstieg war bei den Solothurnern gross, brachte aber gleichzeitig organisatorische und finanzielle Probleme mit sich. So haben die Aufsteiger beispielsweise keine Trainingsmöglichkeiten im eigenen Kanton und müssen dreimal wöchentlich nach Burgdorf fahren, wo ihnen ein Feld zur Verfügung steht. Noch grösser ist das Problem der Sponsorensuche. «Ich habe ungefähr 1000 Telefonate gemacht und 800 Dossiers verschickt – ohne Erfolg. Es ist äusserst schwierig im Kanton Solothurn einen Sponsoren zu finden», erzählt Rusterholz. Erst in letzter Sekunde sprang die Suzuki-Garage Christen aus Biberist ein und Fiehlmann stellte den Aufsteigern die komplette Ausrüstung zur Verfügung. «Das hat den Kopf frei gemacht und für die Saison motiviert», sagt Rusterholz.

Sorglos, in Topform und mit Ernst bei der Sache. So startet das Beachsoccerteam am Samstag in die Meisterschaft. Der erste Gegner wird Biel sein. «Eine brisante Angelegenheit, denn mit den Bielern haben wir noch eine Rechnung offen», sagt Rusterholz grinsend. Am Sonntag spielen die Solothurner dann gegen die Baselländer, «die sind unglaublich stark und gut organisiert, ein schwieriger Gegner», meint der Trainer. Trotzdem ist er zuversichtlich, denn «wir haben sackstarke Spieler, eine gute Verteidigung und unsere Stürmerprobleme der letzten Saison gelöst.» Eine weitere Stärke des Teams sei der faire Umgang untereinander. «Wir haben Spass zusammen und nehmen es gleichzeitig alle sehr ernst», sagt Rusterholz.

Nebst einer guten Saison in der «Suzuki League», haben die Solothurner das Ziel, ihren Verein durch eine Junioren- und eine Frauenmannschaft zu vergrössern. «Der Sport erfreut sich an zunehmender Beliebtheit. Dieses Jahr haben mindestens schon 80 Junioren angefragt», erzählt Rusterholz.