Ein kapitaler Fehlstart mit einem 0:3 Rückstand nach nur 4.20 Minuten stand am Ursprung der Niederlage und erwies sich als zu grosse Hypothek.

Cheftrainer Johan Schönbeck sah sich schon früh gezwungen, sein «Time Out» zu nehmen und konnte sich im Nachhinein nicht erklären, weshalb das Team nicht bereit war.

Zu viele Strafen

Zwar fand der SVWE danach besser ins Spiel, doch der Anschlusstreffer Mendelins beantwortete Köniz mit einem Penaltytor Schneiters noch vor Ende des Startdrittels mit dem 4:1. Noch blieb eigentlich genug Zeit, für eine Reaktion, doch der Gast bekam nur einmal - kurz nach Ablauf der Spielmitte - so etwas wie Zugriff aufs Spiel. Nach der zweiten überstandenen Strafe erzielte Zimmermann das 4:2, und Wiler durfte danach gleich im Powerplay spielen. Doch dieses verstrich ungenützt, und da die Gäste selber zu viele Strafen kassierten, war an eine Aufholjagd nicht zu denken und die logische Folge die Gegentreffer zum spielentscheidenden 2:5 und 2:6 in Unterzahl.

Formbaisse einiger Routiniers

Gewiss, man darf bei Köniz verlieren. Nach den zwei Auftaktpartien zu denken geben muss der Wiler Trainercrew indes, dass das Team offensiv aktuell von der ersten Linie lebt. Die hoch dekoriere Formation um die Internationalen Hofbauer, Gerber sowie Neuzugang Olofsson kassierte in den beiden Startspielen zu viele Gegentore und in Köniz auch noch 7 Strafminuten und einen Penalty.

Mit der Formbaisse einiger Routiniers ist mittlerweile auch das Powerplay, in der Vorbereitung und vor allem in der letzten Saison ein grosse Stärke des Meisters, bislang erfolglos. Somit steht die Wiler Trainercrew wenige Tage vor dem Champions Cup vor einer grossen Herausforderung:.Will sie auf dem eingeschlagenen Weg weiter gehen, oder kurzfristig Korrekturen vornehmen? Viel Zeit bleibt nicht mehr, guter Rat scheint aktuell teuer.