WM in Falun
Dem Solothurner Tim Hug ist es in Schweden zu warm

Der erste WM-Wettkampf in Falun (Sd) endet für den Kombinierer Tim Hug mit einer Enttäuschung. Der Solothurner kommt nicht über den 27. Platz hinaus.

Simon Steiner, Falun
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Kombinierer Tim Hug segelt durch die Luft.

Kombinierer Tim Hug segelt durch die Luft.

KEYSTONE

Die erste Analyse des Wettkampfs war schnell gemacht. «Ich bin schlicht mit der tiefen Loipe nicht zurechtgekommen», stellte Tim Hug fest. Nachdem die Temperaturen in den letzten Tagen in Mittelschweden über den Gefrierpunkt gestiegen sind, präsentierte sich die Kunstschnee-Unterlage für das Langlauf-Rennen in einem ziemlich aufgeweichten Zustand. «Da ich zu den grössten und schwersten Athleten im Kombinierer-Feld gehöre, habe ich bei solchen Bedingungen häufig Mühe», sagte Hug.

Ausgangslage vielversprechend

Dabei wäre für ihn die Ausgangslage nach der ersten Hälfte des Wettkampfs vielversprechend gewesen. Als 18. des Skispringens durfte Hug das Langlaufrennen mit Handicapstart mitten im grossen Pulk mit einigen der besten Läufer in Angriff nehmen. Noch vor Rennhälfte konnte der 27-jährige Gerlafinger die Pace der Gruppe nicht mehr mitgehen und büsste in der Folge einige Positionen ein. Dass Hug im vom Deutschen Johannes Rydzek gewonnenen Rennen als 27. sein bisher bestes WM-Einzelresultat erreichte, war ihm ein schwacher Trost: «Das ist nicht das, was ich mir erhofft habe.»

Bereits das Skispringen hatte unter besonderen Umständen stattgefunden. Nach der Absage des Probesprungs wurde zunächst der Wettkampfsprung wegen Windes um drei Stunden auf 13 Uhr verschoben – und danach nochmals um eine halbe Stunde. Als der Wettkampf dann endlich lief, erzwangen die wechselhaften Verhältnisse immer wieder Unterbrüche. «Es ist nicht einfach, wenn man sich immer wieder neu aufwärmen muss», sagte Hug, der dies nicht als Ausrede gelten lassen wollte. «Die Voraussetzungen waren für alle gleich.»

Weitere Chance am Donnerstag

Nachdem er am Samstag im Teamwettkampf mangels Schweizer Mitstreitern nicht zum Einsatz kommt, bekommt Hug am Donnerstag im Wettkampf auf der Grossschanze nochmals eine Chance. Für die kommenden Tage hofft er nun auf tiefere Temperaturen, behagt ihm doch der steigungsreiche Langlauf-Parcours grundsätzlich. «Ich nehme es nun ein, zwei Tage etwas ruhiger», sagte er. «Dann beginnt schon bald das Training auf der grossen Schanze. Ich freue mich darauf.»