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Dem HC Laupersdorf drohen harte Zeiten – Schlüsselspieler fehlen oder sind verletzt

Bei der Doppelrunde im Kleinholz hat der HC Laupersdorf zweimal das Nachsehen. Nach dem passablen Saisonstart macht sich allmählich das Fehlen der arrivierten Teamstützen bemerkbar.

Tobias Schalk
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Laupersdorf fehlte am Wochenende in beiden Heimspielen die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor.

Laupersdorf fehlte am Wochenende in beiden Heimspielen die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor.

Remo Fröhlicher

«Nein, es ist überhaupt nicht nach unseren Wünschen gelaufen», zieht Spielertrainer Michael Gerber ernüchtert sein Fazit über das abgelaufene HCL-Wochenende. Nach vier Partien in der Fremde und einer Ausbeute von drei Siegen konnte der HC Laupersdorf bei den ersten Heimauftritten im Stadion Kleinholz nicht reüssieren. Sowohl am Samstag gegen Linth als auch 24 Stunden später gegen Embrach setzte es jeweils eine 2:4-Niederlage ab.

«In meinen Augen haben wir in beiden Spielen eine passable Leistung geliefert, konnten unsere Chancen jedoch nicht in Tore ummünzen», suchte der 25-Jährige nach Erklärungen für die Niederlagen.

Schwerwiegende Ausfälle

Die mangelnde Chancenverwertung kommt nicht von ungefähr: Der langjährige EHCO-Stürmer und Ur-Laupersdörfer Diego Schwarzenbach tritt in dieser Saison kürzer. Zudem muss der HCL seit neustem auch auf die Dienste von Nicola di Santo verzichten.

Gegen Linth schied er mit Verdacht auf eine gravierende Knieverletzung aus. Es droht das vorzeitige Saisonende. Somit fehlen zwei Torschützen vom Dienst, welche immer für einen Treffer gut waren, erzählt Gerber. Weiteren Aderlass mussten die Thaler durch das Kürzertreten von Abwehrpatron André Bobst und Schlussmann Bruno Gautschi verkraften.

Mehr kämpfen in der Qualifikation

«Unser Ziel bleiben die Playoffs», formuliert der Herbetswiler die Top-4-Platzierung in der Zehnerliga als Mindestanforderung. Diesem Anspruch wird der HCL derzeit gerade noch gerecht. Eine neue Situation für die Mannschaft, deren Qualifikationssieg in den vergangenen Jahren quasi eine Formsache darstellte.

«Vielleicht ist es gerade gut, dass wir nun schon in der Quali mehr kämpfen müssen», kann Gerber der neuen Lage Positives abgewinnen. Denn in der Vergangenheit habe man die gute Ausgangslage oft nicht nutzen können und es habe in den Playoffs nicht bis ganz nach vorne gereicht. Einzig 2015 konnte der bisher letzte Meistertitel gefeiert werden.

Rücktritte kompensieren

Falls nun bereits in der Qualifikation mehr Einsatz gefordert sei, könne dies im Hinblick auf die entscheidende Phase eine positive Wirkung haben, nämlich das frühere Erreichen der Topform. So oder so sieht Gerber härtere Zeiten auf sich und den HC Laupersdorf zukommen.

Wie bereits geschehen, treten nach und nach verdiente Kräfte, die den Höhenflug in den letzten zehn Jahren mitgeprägt haben, kürzer. Es gelte, die Rücktritte mit eigenen Kräften zu kompensieren, was laut Gerber eine grosse Herausforderung darstelle. Das Abonnement auf den Qualisieg und die Favoritenrolle auf den Titel dürfte für Laupersdorf vorerst Geschichte sein.