Es läuft bereits die Nachspielzeit im längst entschiedenen Topspiel der höchsten, regionalen Liga. Oltens Matthias Haller erkämpft sich ein letztes Mal einen Ball im Mittelfeld und spielt ihn auf die linke Seite in den Lauf des eingewechselten Miro Golob, welcher mit dem Ball bis zur Grundlinie marschiert. Da angekommen bedient Golob mit einem Pass quer durch den Strafraum Captain Hasan Osaj, welcher Ruhe und Übersicht behält und den Ball in die linke untere Ecke einschiebt. Es war der Schlusspunkt einer einseitigen Partie, in welcher die Gäste aufgrund der langen Partynacht nach dem Cupsieg drei Tage zuvor nicht die optimale Leistung erbringen konnten, resümierte SCF-Trainer René Scherz. Dies war von Beginn an offensichtlich.

Die Bemühungen der Oltner

Olten ging engagierter zu Werke und erarbeitete sich dadurch ein Chancenplus. Die Oltner Bemühungen trugen in der elften Minute erstmals Früchte. Marco Mirarchi lancierte Luca Schifferle mit einem sogenannten tödlichen Pass in die Schnittstelle des Fulenbacher Abwehrverbundes. Schifferle zog davon und schob den Ball im Eins-gegen-Eins an Torhüter David Ackermann zur 1:0-Führung für die Platzherren in die Maschen. Die Zuschauer bekamen bis spät in die erste Halbzeit weiterhin nur Einbahnfussball zu sehen. Die Ausnahme dazu ereignete sich in der 36. Minute. Luan Spielmann wurde steil angespielt und passte den Ball nach einem schnellen Sprint zu seinem Zwillingsbruder Luca, welcher allerdings kläglich an Oltens Schlussmann Husi scheiterte.

FCO münzt Überlegenheit in Tore um

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Aaregäuer Mühe, mitzuhalten. Folgerichtig erhöhte Olten in der 53. Spielminute den Vorsprung auf zwei Längen. Nach einem Eckball Schifferles konnte Fulenbach vorerst den Ball aus dem Sechzehnmeterraum spedieren. Nachdem Haller den Ball nicht getroffen hatte, kam Oltens Marco Mirarchi an den Ball, welcher per satten Schuss aus rund 25 Metern das 2:0 erzielte. Nur gerade elf Minuten später doppelte Mirarchi nach. Nach einem Ballverlust des SCF in der eigenen Platzhälfte kam der Ball zu Schifferle. Dieser lief auf dem rechten Flügel bis zur Torauslinie, legte dort flach zurück auf Mirarchi, welcher nicht lange fackelte und sich zum zweiten Mal am gestrigen Tag in die Torschützenliste eintrug. Wiederum elf Minuten später brannte es erneut vor dem Fulenbacher Tor. Fulenbachs Torwart Ackermann nahm einen Rückpass mit den Händen auf. Indirekter Freistoss am Rande des Fünfmeterraumes war die Folge. Kapitän Osaj legte auf, Giovanni Gerardi hämmerte das Leder an die Hand Ackermanns.

Geglückte Revanche

Die Revanche für das Cup-Out im Halbfinal gegen denselben Gegner sei Olten geglückt, hielt FCO-Trainer Fredy Schmid zum Schluss fest. «Es war auch das Ziel, zu Hause wieder auf die Siegesstrasse zurückzukehren», nachdem man im vergangenen Heimspiel gegen Biberist seit über zwei Jahren in der Meisterschaft wieder einmal eine Heimniederlage einstecken musste. Fulenbachs Trainer Scherz seinerseits war bereits vor dem Spiel bewusst, dass dies ein «ganz schwieriges Spiel» werden würde. Dass seine Schützlinge allerdings gleich mit 4:0 vom Platz gefegt werden würden, hätte auch er nicht gedacht. Trotzdem habe er seine Mannschaft kämpferisch erlebt. Gegen Dulliken ist allerdings bereits übermorgen eine Reaktion gefordert. Mit einem Sieg gegen den nach Verlustpunkten Erstplatzierten würde man auch dem gestrigen Gegner Olten eine Freude bereiten.