Solothurner 2. Liga

Dem FC Mümliswil klebt das Pech an den Schuhen

Die Mümliswiler verlieren in Olten unglücklich wegen eines Torhüter-Patzers: Es ist die siebte Niederlage für die Mannschaft von Trainer Remo Bürgi. Der FC Olten verbessert sich auf den vierten Platz, Leader bleibt der FC Lommiswil vor dem FC Wangen.

Dem FC Mümliswil klebt in der Vorrunde der 2. Liga das Pech an den Schuhen. Das 1:3 beim FC Olten war bereits die siebte Saisonniederlage. Und es war eine besonders unnötige. Mümliswil war lange Zeit die bessere Elf und führte zur Pause verdient. Am Ende kosteten dem Team von Remo Bürgi aber die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor und ein Patzer des Torhüters die Punkte, welche der Tabellenzehnte so gut hätte gebrauchen können.

«Es ist sehr bitter. Wir müssten eigentlich vier Tore schiessen, aber uns fehlte auf den letzten Metern die Qualität», sagte Bürgi. Mit der ersten Halbzeit war er zufrieden: «Es war eine deutlich bessere Leistung als vor einer Woche gegen Oensingen. Vor allem was die Leidenschaft angeht, war es eine Steigerung, wir haben gekämpft.» Nicht nur das, der FC Mümliswil zeigte vor der Pause ein paar ansehnliche Spielzüge. Am Ende eines solchen schob Arnold den Ball in der 23. Minute völlig unbedrängt neben den Pfosten. Drei Minuten später traf Andreas Ackermann mit einem Heber zur mittlerweile verdienten Führung für den FC Mümliswil.

Standpauke des Oltner Trainers zeigte Wirkung

Die Oltner kassierten von ihrem Trainer Nurkun Cece in der Pause ein seltenes Donnerwetter, wie der spätere Matchwinner Xaver Meyer verriet. «Die erste Hälfte war richtig schwach. Wir haben es nicht geschafft, hintenraus zu spielen, waren im Mittelfeld nicht präsent und konnten vorne die Bälle nicht halten.» In der zweiten Halbzeit glichen die Oltner bereits nach fünf Minuten aus. Tan setzte sich auf dem rechten Flügel stark durch und fand mit seiner Flanke Dutra.
In der Folge entwickelte sich ein offener, intensiver Schlagabtausch. «Man hat gesehen, dass wir

gewinnen wollten», sagte Meyer stellvertretend für beide Parteien. Die Oltner verzeichneten einen Lattenschuss durch Berisha (56.); Dutra (79.) sowie Meyer (82.) vergaben weitere Chancen für das Heimteam. Der FC Mümliswil auf der anderen Seite machte viel zu wenige aus den sich bietenden Überzahlsituationen. «Fünf, sechs Spieler der Startelf waren länger verletzt. Der Saft war etwas raus», sagte FCM-Trainer Bürgi. «Auf der Bank hatte ich keine Offensivspieler mehr, ich konnte nicht mehr nachlegen.»

In der Nachspielzeit kam es schliesslich knüppeldick für die Gäste. Torhüter Gradwohl liess einen harmlosen Distanzschuss ins Tor kullern. «Ich hatte so viel Platz und dachte, ich schiesse einfach mal. Ein richtiger Kack-Schuss. Nicht mein schönstes Tor, aber eines der wichtigsten. Es war auch ein bisschen dem Platz geschuldet, der Ball sprang noch auf», sagte Xaver Meyer.

In der 94. Minute nutzte Dutra einen weiteren Goalie-Schnitzer zum 3:1-Schlussresultat. «Unser Ziel waren die Top 3. Wenn wir dorthin wollen, müssen wir Iliria schlagen. Das können wir», blickte Meyer auf den letzten Spieltag der Vorrunde. Der FC Mümliswil muss noch gegen den Tabellenführer Lommiswil ran. «Wir müssen etwas erzwingen. Damit wir zumindest mit zehn Punkten in die Pause können», hofft Trainer Remo Bürgi.

Mümliswil ist weiterhin direkt über dem Strich klassiert. Schlusslicht Fulenbach unterlag dem FC Wangen mit 2:3, der FC Oensingen (11.) musste das Spiel gegen den FC Iliria verschieben. Etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte sich der FC Bellach mit einem 3:1-Sieg gegen den FC Subingen. An der Tabellenspitze liegt weiterhin das Überraschungsteam Lommiswil. Das 1:0 gegen Klus/Balsthal beschert der Elf von Trainer Lukas Ebel zwei Punkte Vorsprung auf den FC Wangen. Iliria könnte mit einem Sieg im Nachholspiel gleichziehen. Der FC Olten ist neu auf dem vierten Platz.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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