In der diesjährigen NLA-Saison schnitten die Deitinger Frauen am erfolgreichsten aller fünf Solothurner Teams ab. Mit aussichtsreichen Chancen auf die Bronzemedaille landeten die Wasserämterinnen schliesslich auf dem 4. Platz, ein Punkt hinter Buchs. Dass die Deitinger Korbballerinnen neben dem Podest stehen, haben sie den beiden anderen Solothurner Teams aus Erschwil und Grindel zu verdanken. In beiden Kantonalderbys musste Aufsteiger Deitingen den Platz als Verlierer verlassen.

Derbys bringen kein Glück

Das erste Spiel der Schlussrunde brachte die Affiche Deitingen gegen Erschwil mit sich. Erschwil behielt im engen Match das bessere Ende für sich und triumphierte mit 12:11. Beim zweiten Einsatz sicherte sich Deitingen durch einen Sieg gegen Wettingen zwei Punkte. Somit war der 3. Platz noch immer möglich. Doch dazu war ein Erfolg gegen die Kantonsrivalinnen aus Grindel erforderlich. An dieser Vorgabe scheiterten die Deitingerinnen, sie unterlagen gleich mit 8:12.

Als Aufsteiger auf Rang 4

Aus der Traum des Podestplatzes, aber mit dem 4. Platz lässt es sich als Aufsteiger ganz gut leben. Trainer Beat Steiner teilt diese Ansicht: «Im ersten Moment war es eine Riesen-Enttäuschung, den 3. Rang so knapp verpasst zu haben, doch am Tag danach realisiert man, dass man das viertbeste Team der Schweiz ist, und das ist doch sehr gut.» Daneben strahlt zusätzlich der sensationelle 3. Platz der Deitinger Korbballerinnen am Eidgenössischen Turnfest in Biel.

Weitere Frauen-Teams

Grindel, ebenfalls ein Aufsteiger, erreichte am Ende Rang 7. Erschwil kam dagegen nicht über den 10. und letzten Rang hinaus. Nach dem starken 4. Rang letzte Saison steigen die Erschwilerinnen also in die NLB ab. Dies, nachdem sie im Schicksalsspiel gegen Pieterlen äusserst knapp mit 11:12 verloren. Hätten die Korbballerinnen aus Grindel das letzte Spiel siegreich beendet, wäre der Abstieg in allerletzter Sekunde doch noch abgewendet worden.

Missglückter Saisonabschluss der Männer

Auch die Männer von Erschwil hatten vor der abschliessenden sechsten Runde in Neukirch TG die Möglichkeit, noch auf den 3. Rang vorzupreschen. Dazu hätten sie logischerweise Siege benötigt. Doch am Ende standen die Erschwiler mit drei Niederlagen da. Somit musste sich der zehnfache Schweizer Meister und Silbermedaillen-Gewinner am diesjährigen ETF mit dem 5. Schlussplatz begnügen.

Das zweite Solothurner Männer-NLA-Team aus Grindel wurde nach einer durchzogenen Spielzeit Zweitletzter. Folglich steigen die Solothurner nach nur einer Saison im Oberhaus wieder in die Zweitklassigkeit ab.

Blick in die Zukunft

Nachdem gleich drei solothurnische Teams letzte Saison den Aufstieg realisierten, müssen zwei davon mit dem postwendenden Abstieg vorlieb nehmen. Gleichwohl ist der Kanton Solothurn auch nächste Saison mit drei Mannschaften in der NLA gut vertreten. Deitingen-Trainer Steiner blickt für sein Frauen-Team voraus: «Wir wollen wieder eine schlagkräftige Mannschaft stellen und sicher nicht weniger als den diesjährigen 4. Rang erreichen.»