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Dedaj ist bereit für das Spiel: «Gegen Dornach wollen wir siegen.»

Grenchen empfängt heute Samstag in der 1. Liga Classic (17.00 Uhr) das Schlusslicht Dornach. Verteidiger Dugagjin Dedaj ist zuversichtlich, dass sie mit einem allfälligen Sieg heute wieder an die Leistung der ersten Saisonhälfte anknüpfen können.

Hans Peter Schläfli
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Mit voller Konzentration im Training dabei: Grenchens Dugagjin Dedaj. Foto: Schläfli

Mit voller Konzentration im Training dabei: Grenchens Dugagjin Dedaj. Foto: Schläfli

Der FC Grenchen hat ein Luxusproblem: Nach einem Unentschieden und einer Niederlage fragen sich die Fussballfans bereits, ob es mit der Mannschaft begab geht. «Unsere Resultate im Herbst waren so gut, dass man sich wohl an die vielen Siege gewöhnt hat», sagt Dugagjin Dedaj. «Da übersieht man schnell, dass in unserer Gruppe jeder jeden schlagen kann. Wir haben gegen Luzern U21 und Zofingen nicht schlecht gespielt, haben aber unsere vielen Torchancen nicht genützt.»

Richter entscheiden über den Uhrencup

«Für den FC Grenchen ist der Uhrencup eine (überlebens-)wichtige Einnahmequelle», heisst es auf der Homepage des ältesten Fussballturniers Europas (www.uhrencup.ch), doch beim FC Grenchen ist man mit dieser Aussage gar nicht einverstanden. Die erfolgreiche Uhrencup GmbH lässt den FCG gar nicht partizipieren, sie ist sogar ein finanzieller Konkurrent. Viele potenzielle Sponsoren entscheiden sich nämlich, entweder den Uhrencup oder den FC Grenchen zu unterstützen.

Deshalb will der FC Grenchen nun wissen, wie Sascha Ruefers Uhrencup GmbH zu den Rechten gekommen ist, ob der Uhrencup im Stadion Brühl tatsächlich den Vorzug vor dem FC Grenchen geniessen darf und welche Möglichkeiten dem FCG bleiben, um am Uhrencup zu partizipieren. «Wir wollen niemandem schaden und wir sind stolz auf den Uhrencup», sagt FCG-Präsident Rolf Bieri. «Wir wollen einfach, dass eine unabhängige Instanz die Situation beurteilt.» Wenn es darum geht, konkrete Aussagen zu bekommen, dann sagt Bieri aber nur: «Kein Kommentar, am 15. April wissen wir mehr.» (hps)

So ist für den Verteidiger aus Niederbipp klar: «Gegen Dornach wollen wir wieder siegen. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen und den Gegner unterschätzen. Auch der Letzte in der 1. Liga kann etwas. Wir müssen aufpassen und konzentriert an diese Aufgabe gehen, dann werden wir gewinnen.»

«Dugi – oder Doogie» ist sein Übername, und fast wie der TV-Charakter Doogie Howser M.D., der Teenager-Arzt der Neunzigerjahre, war auch Dedaj ein Frühstarter: Als 15-Jähriger spielte er mit dem FC Niederbipp in der 2. Liga. Mit 23 Jahren gehört er deshalb schon zu den Routiniers beim FC Grenchen. Das Erreichen der Aufstiegsspiele bleibe das grosse Ziel. «Aber wir sind uns bewusst, dass das eine grosse Überraschung wäre.»

Dass der FC Grenchen turbulente Zeiten erlebt und die Vereinsstrukturen von Grund auf erneuern muss, merke auch die Mannschaft. «Wir Spieler machen uns unsere Gedanken und reden darüber, wie es mit dem FCG weitergehen wird», sagt Dedaj. «Wir sehen, dass sich Sportchef, Trainer und Präsident extrem einsetzen. Sie haben im Sommer bei null angefangen und man sieht, dass es Schritt für Schritt vorwärts geht. Deshalb ist die Mannschaft optimistisch. Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und können dem Verein am besten helfen, wenn wir gut spielen.»

Der neue Sponsor auf dem Dress sei einer dieser Schritte in die richtige Richtung, und so ist Dugagjin Dedaj überzeugt: «Grenchen ist eine Fussballstadt und das wird so bleiben.» Heute Samstag werden auch die Zuschauer profitieren können, denn Lengnauer Marktof Metztg spendiert allen eine Matchwurst.

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