Fussball
Das Zofinger Tor blieb für den FC Grenchen versiegelt

Grenchen unterliegt Zofingen mit 0:1. Mann des Spiels war der Zofinger Goalie Richard, der unter anderem einen Penalty parierte.

Mike Brotschi
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Nichts zu machen für Sacha Stauffer und seine Grenchner Kollegen.

Nichts zu machen für Sacha Stauffer und seine Grenchner Kollegen.

Marcel Bieri

Überraschend in Führung gegangen, zog Zofingen gegen Grenchen den berüchtigten Doppelriegel auf. Zudem machte ein hervorragend aufgelegter Goalie die besten Grenchner Chancen zunichte. Der 19-jährige Richard hielt sogar einen Penalty und legte somit den Grundstein für den mit aufopferndem Einsatz erkämpften Sieg. «Wir hätten noch lange spielen können. Ein Tor hätten wir wohl nie zustande gebracht» äusserte sich Sacha Stauffer nach dem Match enttäuscht.

Abstiegsgespenst war spürbar

Angeführt vom offensiv eingestellten Stauffer kombinierte sich der FCG mit gepflegtem Kurzpass-Spiel immer wieder vor das Zofinger Tor und erarbeitete sich gute Chancen. So schüttelte Ibraimi in der 9. Minute seinen Bewacher ab. Der Keeper konnte den platzierten Schuss zur Seite lenken. Von den Gastgebern war wenig zu sehen. Offensiv brachten die Zofinger nichts Sehenswertes zustande. Ihre Ballverluste führten dazu, dass die Grenchner mehr vom Spiel hatten.

Man merkte, dass bei den Aargauern das Abstiegsgespenst in bedrohliche Nähe gerückt ist, doch wie aus dem Nichts gingen sie durch Gashi mit 1:0 in Front. Der aus verdächtiger Abseitsposition gestartete Halimi probierte es gegen den herausgelaufenen Grosjean mit einem Lobball, welcher das Ziel zu verfehlen drohte. Während die Grenchner Abwehr zuschaute, reagierte Gashi am schnellsten und drückte den Ball aus spitzem Winkel per Kopf über die Linie. Noch vor dem Pausenpfiff hätte Zelemir Skopljak gleich nachdoppeln können. Diesmal war aber beim Grenchner Goalie Endstation. Zusammenfassend gesehen war die Situation so: Grenchen hatte Fussball gespielt, aber Zofingen führte zur Pause mit 1:0.

Grenchen am Drücker

Auch in der zweiten Hälfte nagelte Grenchen die Platzherren in der eigenen Hälfte fest. In Strafraumnähe war der FCG mit dem Latein am Ende. Dann sah Zofingens Stürmer Halimi die zweite gelbe Karte und Grenchen kam zu einem Elfmeter. Stauffer übernahm die Verantwortung, scheiterte aber am Zofinger Hüter (69.). Danach war bei den Grenchnern der Faden gerissen und die in Unterzahl spielenden Thutstädter witterten den Sieg. In der 84. Minute hatte Grosjean Glück, dass er gegen den anstürmenden Skopljak nicht das zweite Mal überlobt wurde. Auf der Gegenseite wehrten sich die Platzherren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften – drei Spieler mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden – gegen das ideenlose und wenig überraschende Grenchner Powerplay. In der Nachspielzeit wurde der mitfiebernde Zofingen Trainer Montalbano auf die Tribüne verwiesen. Wieviel Zofingen die drei Punkte bedeuten, merkte man nach dem längst ersehnten Schlusspfiff, als der Sieg lautstark gefeiert wurde.