Unihockey
Das verblieben Häufchen Wiler-Spieler «fiebert» sich zum klaren Sieg

Wiler-Ersigen besiegt Chur mit 11:2 deutlich. Das für Sonntag angesetzte Spiel im Cup-Halbfinal gegen Malans ist wegen vieler erkrankter Spieler Wilers aber in Gefahr – allfälliges Verschiebedatum wäre der kommende Samstag.

Ruedi Burkart
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Wilers Deny Kaenzig (M.) und Matthias Hofbauer konnten jubeln.Archiv/Bieri

Wilers Deny Kaenzig (M.) und Matthias Hofbauer konnten jubeln.Archiv/Bieri

Marcel Bieri

Schock für den SV Wiler Ersigen am Samstagabend. Gleich sechs Stürmer mussten für die Partie gegen Chur wegen Fieber Forfait erklären. Darunter auch Topskorer Isaac Rosén. «Dass wir dennoch so stark gespielt haben, zeigt, dass wir im Team ein gutes Feeling haben», so der zweifache Torschütze vom 11:2 gegen Chur, Matthias Hofbauer, nach dem Spiel.

Bemerkenswert: Schon nach der 3:8-Abfuhr gegen die Tigers Langnau klagten einige Spieler über Unwohlsein. Als Ausrede für die fünf Gegentore im letzten Drittel des Spitzenkampfs wollte Wiler-Sportchef Marcel Siegenthaler dies jedoch nicht gelten lassen. Durchaus möglich ist indes – nach Informationsstand von Samstagabend –, dass der Cup-Halbfinal vom Sonntag auswärts gegen Alligator Malans nicht gespielt werden kann. «Wenn noch ein Spieler zusätzlich krank wird», so Siegenthaler, «werden wir kurzfristig eine Verschiebung der Partie anstreben.» Das Ausweichdatum stünde bereits fest: Die Wiler würden es auf kommenden Samstag ansetzen wollen.

Chur profitierte nicht vom ausgedünnten Kader

Doch zurück zur bereits gespielten Aktualität und damit dem 11:2-Sieg Wilers gegen Chur: Es stellte sich vor dem Spiel die Frage, ob die Bündner, die noch im Kampf um Rang vier und somit ein zusätzliches Heimspiel im Playoff-Viertelfinal stehen, von Wilers Pech profitieren können würden. Zumindest während der ersten 20 Minuten sah es danach aus. In einem unterhaltsamen Schlagabtausch eröffnete Churs Schneider nach acht Minuten das Skore. 16 Sekunden später glich Bichsel die Partie wieder aus.

Das fröhliche Toreschiessen ging weiter – und wurde plötzlich zu einer einseitigen Angelegenheit. 2:2 stand es nach dem ersten Drittel, 4:2 bei Spielmitte nach je einem Slapshot-Treffer von Berlinger und einem Powerplaytor von Väänänen. Und als Markus Gerber nach 33 Minuten auch die zweite Churer Strafe zum 5:2 ausnützte, war bereits die Vorentscheidung gefallen.

Dass Churs Jan Binggeli Sekunden später einen Stockbruch zu beklagen hatte, war symptomatisch für die Vorstellung der Bündner im Abschnitt zwei. Schliesslich gingen die Teams beim Stand von 7:2 für die Gastgeber zum zweiten Mal in die Kabinen.

Reaktion auf Niederlage in Langnau

Im letzten Drittel liess Wiler nichts mehr anbrennen und gewann schliesslich mit 11:2. Dies sehr zur Freude von Trainer Johan Schönbeck: «Die Spieler haben sehr gut reagiert auf die Niederlage gegen Langnau. Das war stark.» In der Meisterschaft steht für Schönbeck und Co. mit dem Auswärtsspiel gegen Waldkirch St. Gallen am kommenden Sonntag die letzte Partie der Qualifikation an.

Das erste Heimspiel in den im Modus Best-of-7 ausgetragenen Playoffs folgt am Dienstag, 6. Februar. Wiler Ersigen wird dabei als Zweiter der Qualifikation entweder auf Rychenberg, Grünenmatt oder die Jets treffen.