Vielversprechend war die Ausgangsposition für das Team aus Oensingen vor dem Finalrennen um diesen Team-Titel keineswegs gewesen. Der Triathlon Club Genève führte das Zwischenklassement nach drei von vier Rennen klar an. Und das Kräfteverhältnis schien gegeben. «Wir peilen die Silbermedaille an», äusserten die vier Oensinger denn auch ihre Absichten vor dem Rennen. Mit Gold rechnete niemand. Dass es nun anders kam, besser kam, begeisterte daher umso mehr.

Krönender Abschluss einer tollen Saison

Oensingen erhielt die nötige Unterstützung – durch die Basler Wildcats. Diese schoben sich am Finalrennen im Berner Marzili zwischen Oensingen und Genf, so dass die notwendige Punktedifferenz möglich wurde. Die Oensinger wussten dies zu schätzen. Von «einem wunderschönen Abschlussgeschenk» sprach Ladina Buss. Stolz machte sich bei ihr bemerkbar: «Das ist der krönende Abschluss einer tollen Saison.»

Pluspunkt Ausgeglichenheit

Eine einfache Saison war es nicht gewesen, sondern «eine lange und anspruchsvolle, mit vielen verschiedenen Disziplinen und Wertungen, bei denen wir uns zu bewähren hatten». Dass «wir Einzelathleten als Equipe oben ausschwangen, machte die Freude noch grösser», waren sich alle einig. «Wir haben zusammen etwas Grosses erreicht», brachte es Carmen Bucher auf den Punkt, und Schlussläufer Pascal Frieder verdeutlichte: «So handelt es sich eben um eine andere, um eine besonders tiefe Freude.»

Überzeugen durch Ausgeglichenheit

Oensingen überzeugte bei diesem stimmungsvollen Schlussevent mit Ausgeglichenheit. Auf den je 250 m Schwimmen, 6,9 km Velo und
1,3 km Laufen übergab Carmen Bucher an dritter Stelle, was faktisch bereits der Führungsposition gleichkam. Vor den Solothurnern kämpften nur das Nationalteam und das Promi-Team. Beide massen sich ausser Konkurrenz. Peter Rudin büsste auf seinem Abschnitt zwar eine Position ein. Doch der Rückstand (15 Sekunden) hielt sich in Grenzen, so dass Ladina Buss die Führung zurückeroberte. Pascal Frieder verteidigte diese souverän. Mit einer Schlusszeit von 1:22:42 Stunden betrug der Rückstand auf die Nationalmannschaft nur 3:23, aufs Promiteam 3:21 Minuten. Respektabel ist dies, handelte es sich doch auch um einen Vergleich Profi gegen Amateure oder Leistungssportler gegen Freizeitsportler.