Nach dem durchzogenen Oktober mit sechs Niederlagen lässt sich der November für die Oltner weiter gut an. Denn nach dem 6:2 gegen die GCK Lions verbuchen sie mit drei Siegen bereits ebenso viele Erfolgserlebnisse wie im ganzen vergangenen Monat zusammen. Favoritenrolle hin oder her – die drei gestrigen Punkte gegen die Zürcher sind weniger selbstverständlich, als dies die Tabellensituation auf den ersten Blick erahnen lässt. Denn nach vier Siegen in den letzten fünf Partien reisten die Gäste als gereifte Playoff-Kandidaten an.

Beim gestrigen Gastspiel stellte sich jedoch heraus, dass die Absenzen von gleich vier Spielern, die dem Aufgebot der U20-Nationalmannschaft Folge leisteten, für die GCK Lions nicht zu verkraften waren. Bis die offensiv ansonsten schlagkräftige Mannschaft des früheren EHCO-Trainers Dino Stecher erstmals gefährlich vor dem einheimischen Kasten auftauchte, waren bereits acht Minuten verstrichen. Zu diesem Zeitpunkt hiess es jedoch schon 1:0 – Schwarzenbach war der Torschütze.

Da Olten darauf jedoch seine in dieser Saison fast obligate Schwächephase einzog, war die Partie für eine Weile wieder offen. Plötzlich leisteten sich die einheimischen Verteidiger unerwartete Patzer und Goalie Kropf, der zum dritten Mal in Serie das Gehäuse hütete, liess den Puck gleich wiederholt nach vorne abprallen. Der EHCO machte so den Gegner stark – und das 1:1 von Topskorer Wichser (10. Minute) konnte nicht mehr erstaunen.

Doppelte Überzahl als Glücksfall

Ein Doppelausschluss bei den Zürchern beendete die kritische Phase der Gastgeber. Die Powerplay-Könige der Liga kehrten 57 Sekunden nach Beginn der Strafen mit dem 2:1 durch Krebs zur tonangebenden Rolle zurück. Als dann noch Della Rossa nach einem schönen Durchbruch auf der linken Seite den Puck hoch zum 3:1 im Netz versenkte, schienen die Platzherren fast schon unerschütterlich.

Matchentscheidend waren dann die folgenden zehn Minuten, in denen sich die GCK Lions regelrecht vorführen liessen. Wüthrich traf in der 24.Minute im Powerplay zum 4:1. Dreieinhalb Minuten danach war das 5:1 durch Schwarzenbach perfekt. Und in der 29. Minute buchte Maurer gar das 6:1. Bei Olten war bei Halbzeit zwar noch nicht Ende Feuer, doch erfuhr das Torfestival einen abrupten Abbruch. Statt im Torrausch Richtung «Stängeli» weiterzufahren, zogen die Gastgeber im letzten Abschnitt gar den Kürzeren. Ulmann verkürzte in der 46. Minute noch auf 6:2.