Hoch motiviert rannten die Buchserinnen aufs Spielfeld – unter tosendem Beifall ihrer zahlreichen Fans. In der Stadthalle in Sursee dominierte ein leuchtendes Gelb die Zuschauertribüne. Doch nicht nur mit ihren auffallenden, mit «HVH» bedruckten T-Shirts fielen die Buchsi-Fans auf, sondern auch der Lautstärke wegen.

Auf dem Spielfeld hingegen herrschte volle Konzentration. Die Oberaargauerinnen stellten sich zum Angriff auf. Erst 20 Sekunden dauerte das Spiel, und der Ball zappelte schon im Netz der Winterthurerinnen. Beide Teams zeigten grossen Einsatz und Wille und boten in den ersten 20 Minuten eine spannende Partie. Der Ligaunterschied war kaum zu spüren. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit kassierte Buchsi aber einen Treffer um den anderen, sodass es in der Pause 20:11 stand.

Kräfte schienen nach der Pause aufgebraucht

Nach der Pause versuchten die Oberaargauerinnen nahezu vergebens, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Die Kräfte schienen schon fast aufgebraucht zu sein und das Zusammenspiel funktionierte nicht mehr so gut wie zu Beginn der Partie. «Die unterschiedliche Klassierung merkten wir vor allem über die Zeit hinaus. Wir konnten mit dem Tempo einfach nicht mehr mithalten», sagte Captain Simone Lüthi nach dem 21:40. «Wir kassierten zu viele Gegenstösse.»

Doch selbst in den letzten Minuten liessen sich weder die Spielerinnen noch die Fans von einem mittlerweile 20-Tore-Rückstand beirren. Bis zum Abpfiff versuchte das Team des scheidenden Trainers Jürg Lüthi alles Mögliche, um noch ein Tor zu erzielen. Neben dem Spielfeld übertönten die leuchtend Gelben bei weitem die Fans aus Winterthur. Simone Lüthi ist trotz der hohen Niederlage mit der Partie zufrieden. «Vom Resultat bin ich enttäuscht. Doch wir haben bis zum Schluss grossen Kampfgeist gezeigt – das sieht man auch an den roten Köpfen.»

Blick in die Zukunft

Auf die kommende Saison wird Giuseppe Amato das motivierte Frauen-Team aus Herzogenbuchsee übernehmen. Der momentane Trainer der Zuger U17-Inter-Juniorinnen hat schon einige Spiele der Buchsi-Frauen besucht – unter anderem auch den Cup-Halbfinal. «Es war spannend, das Team auch mal im Spiel gegen einen Gegner aus der höheren Liga zu beurteilen», sagt Amato. «Die Spielerinnen sind nicht gewohnt, tempomässig mit einem SPL-Team mitzuhalten.» Dennoch habe sich die Mannschaft in seinen Augen gut präsentiert und es gebe grosses Potenzial zum Ausschöpfen. «Und genau so motiviert wie die Mannschaft auftrat, bin auch ich, das Team zu übernehmen», freut sich Amato.