Badminton
Das Team Solothurn hat die Gegner fest im Racket-Griff

Mit einem 7:1-Erfolg gegen Tafers-Freiburg darf das Team Solothurn endlich den ersten Sieg der diesjährigen NLA-Spielzeit feiern. Mit diesem Erfolg rücken die Solothurner dem Ziel «Playoffs» einen kleinen Schritt näher.

Carla Stampfli
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Michael Lahnsteiner (links) und Titon Gustaman agierten im ersten Männerdoppel erfolgreich und gewannen in zwei Sätzen.
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Michael Lahnsteiner gewann das erste Männereinzel souverän.
Michael Lahnsteiner liess seinem fribourgischen Gegner keine Chance. Er triumphierte mit 21:11 und 21:12.
Michael Lahnsteiner vom Team Solothurn.
Titon Gustaman konnte dazu beitragen, dass sowohl das erste Männer-, als auch das Mixeddoppel zugunsten der Gastgeber entschieden wurde.
Badminton NLA: Team Solothurn - Tafers-Fribourg

Michael Lahnsteiner (links) und Titon Gustaman agierten im ersten Männerdoppel erfolgreich und gewannen in zwei Sätzen.

Marcel Bieri

«Erster Satz gewonnen von Team Solothurn ...», war beim vierten Nationalliga-A-Meisterschaftsspiel allgegenwärtig zu hören. Damit nicht genug: Die Solothurner setzten sich in Balsthal nicht nur in allen ersten Sätzen gegen Tafers-Freiburg durch, sondern gewannen auch sieben von acht Partien problemlos.

«Es wurde langsam Zeit. Der Sieg hat uns gut getan», erklärte Olympionike Christian Bösiger nach dem Spiel. Die Erleichterung und die Freude über den Erfolg ist gross, lag das Team doch nach drei Meisterschaftspartien bereits am Tabellenende. In Balsthal schien der Frust des mässigen Saisonstarts vergessen. Die Ambassadoren liessen mit geschickt platzierten Shuttles und Tempospiel den Freiburgern, die mit Personallücken zu kämpfen hatten, so gut wie keine Chance.

Debüt in der Nationalliga A von Fankhauser

Während das Team in den zwei Doppelpartien mit Michael Lahnsteiner/Titon Gustaman, Christian Bösiger/Phil Arnold sowie dem Frauenduo Monika Fischer/Sanya Herzig die ersten drei Siege feiern konnte, richtete sich das Augenmerk der Zuschauer und des Solothurner Teamchefs Carlos Prieto auf das Einzel von Nadia Fankhauser. Die 20-jährige Burgdorferin, die in dieser Saison neu zur Mannschaft gestossen ist, kam zu ihrem allerersten Einsatz in der NLA.

Mit der routinierten und mehrfachen Freiburger Meisterin Anna Larchenko stand ihr jedoch keine einfache Gegnerin bevor. Die 20-Jährige liess sich davon nicht beeindrucken und forderte sie mit geschnittenen Bällen und cleveren Dropshots über drei Sätze hinweg heraus. Als Fankhauser jedoch den ersten Matchball ins Out smashte, wusste die 36-jährige Larchenko ihre Spielpraxis zu nutzen und sorgte für den einzigen Freiburger Sieg.

In der NLA Erfahrung sammeln

«Das Team hat mich super unterstützt. Aber am Ende fehlten mir die Geduld und die Erfahrung», sagte Fankhauser. Nach ihrem Einstand hofft die 20-Jährige, noch einige Partien bestreiten zu dürfen. Denn: «Je mehr ich spiele, desto schneller kann ich mich verbessern. Jeder NLA-Match ist für mich wichtig.»

Nach der Premiere der jungen Spielerin, die die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro fest ins Visier genommen hat, setzte das Mixed-Duo Herzig/Gustaman mit 21:17 und 21:15 den Siegesszug fort. Als Abschluss sorgten Lahnsteiner, Bösiger und Arnold in den Einzelpartien für Erfolg Nummer fünf, sechs und sieben.

«Alle Teams eng beieinander»

«Mit dem 7:1-Sieg haben wir vier Punkte geholt. Das ist sehr gut, denn in diesem Jahr liegen alle Teams eng beieinander», sagte Teamchef Carlos Pietro und fügte an: «Die Idee ist es, die Playoff-Halbfinals zu erreichen.»

Die nächste Gelegenheit, unter die ersten vier Mannschaften zu rücken, bietet sich den Solothurnern gegen Yverdon-les-Bains in zwei Wochen an. Obwohl die Waadtländer den Schweizer Meister im Einzel und im Mixed stellen, gibt sich der 29-jährige Bösiger für das fünfte Meisterschaftsspiel zuversichtlich: «Bei den Herren ist es sehr ausgeglichen, bei den Frauen sind wir sogar überlegen.»