Eishockey

«Das schweisst zusammen»: Wenn ein Virus beim EHC Olten auch sein Gutes hat

Ein grippegeschwächter EHC Olten verliert auch das zweite Testspiel im Trainingslager im deutschen Füssen: Gegen Innsbruck setzt es eine 1:5-Niederlage ab. Die Partie stand aber viel mehr im Zeichen der Wiedergenesung.

Man kennt das Gefühl: Selbst nach überstandenen Grippetagen schleppt man die Trägheit noch mit sich, bringt kaum ein Bein vors andere. Das kamen gestern Abend auch die EHCO-Spieler zum Abschluss des Trainingslagers in Füssen noch einmal zu spüren.

An ein erfolgreiches Testspiel gegen Innsbruck war nach den beschwerlichen Tagen zuvor, in denen eine Magen-Darm-Grippe die Runde machte und die halbe EHCO-Mannschaft flachlegte, folglich auch gegen EBEL-Vertreter Innsbruck nicht zu denken.

Etliche Spieler konnten nicht ihre gewohnte Leistungsfähigkeit abrufen. Das Tempo, der Spielwitz, die Spritzigkeit – es fehlte an allen Ecken und Enden. Und während der EHCO geschwächt ins Spiel ging, stand mit Innsbruck ein fast schon übermotivierter Gegner gegenüber, der spielerisch nicht besser war, den energielosen EHCO aber physisch an seine Limiten brachte.

13 Zweiminuten-Strafen sowie eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe heimsten die Tiroler ein. Aus einer doppelten Überzahlsituation konnte Devin Muller auf Querpass von Simon Barbero schliesslich den einzigen Oltner Treffer erzielen. Muller stand auch in der Schlussphase im Mittelpunkt, als er bei einem Angriff gelegt wurde und vom Penaltypunkt anlaufen konnte, doch er scheiterte.

Der EHC Olten im Trainingslager in Füssen

Trotz der dominierenden Grippewelle und den beiden Test-Niederlagen gegen Dornbirn (3:6) und Innsbruck (1:5) kehrt der EHC Olten mit einem positiven Gefühl aus dem sechstägigen Trainingslager in Füssen zurück. «Natürlich war es nicht immer lustig, aber die Stimmung war stets positiv und gut. Eine solche Grippewelle kann das Team auch näher zusammenbringen. Die Spieler halfen sich gegenseitig, brachten sich Tee oder Zwieback ans Krankenbett», bilanzierte Medienchef Pierre Hagmann.

Dieses Bild hat auch EHCO-Assistenztrainer Michael Tobler: «Solche Sachen kommen halt vor. Ich denke, das schweisst uns noch mehr zusammen», sagte er in einer Videobotschaft. Natürlich bleibt aber auch das Negative haften: Im taktischen Bereich konnte aufgrund all der Ausfälle nicht so intensiv wie geplant gearbeitet werden.

Der EHC Olten reiste noch gestern Abend planmässig zurück. Heute Montag sowie morgen Dienstag wurden zwei freie Tage angesetzt. Danach stehen ab Mittwoch mit täglichen Eistrainings am Morgen sowie einer Einheit neben dem Eis am Nachmittag intensive Tage bevor.

Am Wochenende stehen dann die letzten beiden Testspiele an: Am Samstag in Lausanne (17 Uhr) und am Sonntag im Kleinholz gegen das DEL2-Team Bietigheim (17.30 Uhr).

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