2. Liga interregional
Das schlägt auf die Resultate: Für den FC Dulliken geht es um nichts mehr

Weder Aufstieg, noch Abstieg möglich, weshalb dem FC Dulliken die Motivation fehlt, um in Bestform die noch übrigen Spiele bestreiten zu können. Eine Ausgangslage, die zur 1:3-Heimniederlage gegen die zweite Garde des FC Wohlen führte.

Pascal Mäder
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Der FC Dulliken kam gegen Wohlens zweite Garde (hier in einem Archivbild gegen Pajde) nicht auf Touren

Der FC Dulliken kam gegen Wohlens zweite Garde (hier in einem Archivbild gegen Pajde) nicht auf Touren

Bruno Kissling

Dabei begann alles ganz anders, als es endete. Der FCD spielte von Beginn weg druckvoll nach vorne und zeigte sich aufsässig, was bereits in den Startminuten zu einigen Halbchancen führte.

Die Gäste fingen sich allerdings mit zunehmender Dauer der Partie immer besser auf und just als man einen ausgeglichenen Spielverlauf ohne Torchancen hätte konstatieren können, schlug es nach einem Freistoss ins Tor der Wohler ein. Hasani zirkelte das Leder von der linken Seite in die Mitte des Strafraums, wo Zenuni ungehindert mit dem Kopf ins Tor ablenken konnte.

Wohler Turnaround innert vier Minuten

Das Spiel ging im gleichen Stil weiter wie zuvor, mit dem Unterschied, dass nun Chancen kreiert wurden. Cortis Flanke von der rechten Seite setzte Bisevac nur ganz knapp neben den Pfosten. Wenig später auf der anderen Seite bekam Sturmspitze Meholli den Ball nach einem Zuspiel an der rechten Strafraumecke, machte es besser als sein Dulliker Pendant und schlenzte mit dem linken Fuss flach in die weit entfernte Torecke zum Ausgleich.

Wohlen powerte weiter und setzte die Heimmannschaft nun durch Pressing unter Druck, was zu folgender Spielsituation führte: Kaufmann spielte den Ball gefährlich zu Hubeli zurück, der, bereits unter Druck gesetzt, weiter zu Torwart Russo retten konnte. Der FCD-Hüter seinerseits scheiterte beim Klärungsversuch und drosch die Kugel direkt in die Füsse des aufgerückten Marjanovic, der nur noch einzuschieben brauchte.

Mentales Problem der Dulliker

Den nächsten Fehler der Heimmannschaft gab es sieben Minuten später beim Kopfballtor von Wohlens Captain Burkard zu bestaunen. Nach einem Freistoss waren am zweiten Pfosten plötzlich drei Wohler im Kopfballduell mit bloss einem Dulliker. Burkard war es letztendlich, der zum Ball kam und diesen im Tor unterbrachte.

Wer nun nach dem Pausentee auf weiteres Spektakel hoffte, wurde enttäuscht. Zwar gab es noch eine FCD-Grosschance (Zenuni) und einige Wohler Chancen (mehrere Male durch Fabio Huber), das Gefühl, dass der FCD dieses Spiel unbedingt noch drehen wollte, bekam man als Zuschauer jedoch nicht vermittelt.

Alain Huber, der nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit die Kapitänsbinde übernahm, gab nach dem Spiel die folgende Erklärung ab: «Das war in allen letzten Spielen immer wieder das Problem. Der Aufstieg ist genauso kein Thema mehr, wie der bereits sichere Klassenerhalt, da fehlt die Motivation.» Wohlen sei heute aufgrund dieses mentalen Problems in den Zweikämpfen aggressiver zu Werke gegangen und entschlossener aufgetreten. Eine nachvollziehbare Argumentation zur vierten Niederlage innerhalb der letzten fünf Spiele.

Dulliken - Wohlen II 1:3 (1:3)

Ey. – 220 Zuschauer. – SR Rosset. – Tore: 21. Zenuni 1:0. 31. Meholli 1:1. 35. Marjanovic 1:2. 42. Burkard 1:3.

Dulliken: Russo; dos Santos, Fehlmann (56. A. Huber), Hubeli, Kaufmann (52. Conz); R. Corti (68. Meyer), Selmani, Wernli, Hasani; Zenuni; Bisevac.

Wohlen: Stutzer; Burkard, Giampa (73. Mikalay), Mrkonja, Döringer; Mathys (62. Stojkovski), Duvnjak, Pnishi, Marjanovic (82. Gashi); F. Huber; Meholli.

Bemerkungen: 89. Lattenschuss F. Huber. - Verwarnungen: 71. Wernli (Foul). 78. Duvnjak (Foul). 78. Hasani (Unsportlichkeit).

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