Reitsport
Das Russmatt-Viereck wird für eine Woche zur Dressurhofburg

Am Dienstag beginnen in Deitingen die Dressurtage. Im Pferdesportzentrum Russmatt werden in insgesamt 15 Prüfungen Berufs- und Amateurreiter an den Start gehen. Zum Favoritenkreis gehören die Russmatt-Reitlehrer Gilles Ngovan und Christiane Schröder.

Carla Stampfli
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Christiane Schröder auf Stedisboy. zvg

Christiane Schröder auf Stedisboy. zvg

Im Pferdesportzentrum Russmatt herrscht nicht nur an den Dressurtagen reger Betrieb. Auf der Anlage mit 18 Weiden, 70 Boxen und der Reithalle gehen Pferdesportfreunde und Berufsreiter ein und aus. Kein Wunder gehört der Stall doch zu den besten Dressursportzentren der Schweiz. Nicht weniger als drei eidg. dipl. Reitlehrer kümmern sich um die Ausbildung, Unterricht sowie Betreuung von stalleigenen und Kundenpferde. «Alle Pferde, die wir halten, sind jung und durchlaufen bei uns die ganze Ausbildung», erklärt Silvan Flury, OK-Präsident der Dressurtage und Sohn der Stallbesitzer Urs und Ruth Flury.

Was vor 13 Jahren mit dem Bau des Aussenplatzes und der Reithalle begann, entwickelte sich zu einem der besten nationalen Ausbildungsplätze für junge Dressurpferde. Wichtigstes Aushängeschild der Familie ist der Schweizer Warmblüter Dream of Night Fluswiss, der im Alter von fünf Jahren die WM-Finalrunde für junge Pferde erreichte. «Es ist das erste Pferd, das wir selber gezüchtet haben. In seinem Jahrgang gibt es kein Besseres in der Schweiz», sagt der 29-Jährige.

Auf bestem Wege in die Fussstapfen des Vaters zu treten, ist Dream on S: Mitte August wird der Schimmel gemeinsam mit Flurys Lebenspartnerin Christiane Schröder die Schweizer Sportpferdezucht an der WM der jungen Pferde in Verden vertreten. Zuvor startet die Russmatt-Reitlehrerin am Freitag mit dem 5-jährigen Wallach im Programm L 12/60. «Die Dressurtage nehme ich aber nicht als WM-Vorbereitung. Denn wir befinden uns mitten in der Turnier-Saison und die Pferde sind grösstenteils fit. Ich versuche Dream on S bis zur WM einfach möglichst gut zu erhalten», erklärt die 27-Jährige.

Nebst Schröder sind auch weitere regionale Spitzenreiter am Start: So gehören Russmatt-Reitlehrer Gilles Ngovan, der ebenfalls an der WM der jungen Pferde in Deutschland teilnehmen wird, Melanie Hofmann, die für die Dressur-EM in Herning Ende August selektioniert ist, die Technische Delegierte des PSZ-Russmatt Susanne Eggli und die Schwestern Carla und Simona Aeberhard aus Olten zum engeren Favoritenkreis.

Die Dressurtage stehen jedoch nicht nur den Berufs- und ambitionierten Dressurreitern, sondern auch für Amateure offen. «Jeder kann bei uns teilnehmen. Wir versuchen für jede Sparte, etwas anzubieten. Die Infrastruktur ist super, die grosse Abreiterhalle und das Viereck bieten einen schönen Platz für die Pferde. Für uns Turnierreiter ist es ideal und für Kundenpferde ist es perfekt», klärt Schröder auf. Am Dienstag wird das Russmatt-Viereck einmal mehr nicht nur zum Schauplatz der besten Dressurreiter, sondern auch zum wichtigen Treffpunkt für Amateure und Hobby-Reiter aus der ganzen Schweiz.