Swiss League
Das Powerplay als Unterschied: Der EHC Olten unterliegt bei Leader Ajoie knapp mit 3:4

Der EHC Olten zeigte sich im Vergleich zum 3:1-Sieg in Sierre am vergangenen Sonntag stark verbessert. Die Leistungssteigerung wurde aber nicht mit drei weiteren Punkten belohnt. Gegen Leader Ajoie setzte es letztlich eine knappe 3:4-Niederlage.

Marcel Kuchta
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Eishockey, Swiss League, 11. Runde, HC Ajoie - EHC Olten (12. Oktober 2019)
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Garry Nunn (M.) zeigt vollen Einsatz für sein Team. Doch im Powerplay stehen die Oltner mittlerweile bei nur zwei Toren aus 39 Powerplay-Möglichkeiten.
Dion Knelsen (z.v.l.) scheitert an Ajoie Torhüter Tim Wolf (r.).
Trainer Fredrik Söderström versucht mit seinen Anweisungen das Spielgeschehen zu beeinflussen.
Garry Nunn erzielt den Anschlusstreffer für Olten und verkürzt für die Gäste auf 3:4.
Die beiden Teams schenken sich nichts. Dan Weisskopf (l) im Kampf um die Scheibe gegen Ex-Oltner Devin Muller (r.).
Oltens Torhüter Silas Matthys wird zum vierten Mal bezwungen. Damit liegen die Oltner nun mit 2:4 in Rückstand.
Die Enttäuschung bei den EHC Olten Spieler nach dem 2:3.
Reto Schmutz (r.) bestraft die Oltner mit dem 3:2 für Ajoie.
Lukas Haas beobachtet geanau das Geschehen auf dem Eis.
Garry Nunn (l.) im Duell mit dem EX-Oltner Ueli Huber (r.).
Es sind Emotionen im Spiel. Der Ajoie-Spieler Bastien Pouilly (l.) im Kampf gegen den Oltner Marco Truttmann (r.).
Trainer Fredrik Söderström ist mit der schnellen Antwort seines Teams zufrieden.
Der Ausgleich geht in Ordnung. Immer wieder kommen die Oltner zu gefährlichen Aktionen.
Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer gleicht Dion Knelsen für den EHC Olten aus.

Eishockey, Swiss League, 11. Runde, HC Ajoie - EHC Olten (12. Oktober 2019)

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Es war eine Niederlage, die auf ärgerliche Art und Weise zustande kam. Und die vor allem eine grosse Schwäche der Oltner an den Tag brachte: Das Powerplay. Das Spiel in numerischer Überzahl ist unverändert das wohl grösste Sorgenkind von Headcoach Fredrik Söderström. Obwohl der EHCO den Puck gefällig zirkulieren liess und auch immer wieder in den Abschluss ging, so resultierten am Ende aus drei Powerplay-Versuchen wieder null Tore. In der Saisonbilanz heisst das: zwei Tore in 39 Überzahlsituationen, was einer jämmerlichen Erfolgsquote von 5 Prozent entspricht. Damit ist man diesbezüglich in der Swiss League auf dem letzten Platz.

Wieder mal eine Disziplinlosigkeit

Das Ganze ist umso bitterer, als dass sich die Oltner mit einem Überzahltreffer im ersten Drittel in eine gute Ausgangslage hätten bringen und sich für einen erfrischenden Auftritt hätten belohnen können. Wie ein Powerplay funktionieren soll, zeigte dafür der HC Ajoie auf eindrückliche Art und Weise. Aus sieben Überzahlsituationen machten sie drei Tore, darunter auch die beiden entscheidenden am Ende des zweiten Drittels, unmittelbar nach dem 2:2-Ausgleich der Oltner. Ein völlig überflüssiger Stockstich von Esbjörn Fogstad Vold unmittelbar nach Alban Rexhas Ausgleichstreffer führte zu diesem Doppelausschluss. Eine weitere, absolut unnötige Disziplinlosigkeit stand also letztlich am Ursprung dieser Niederlage.

Dass der Gang nach Pruntrut zum Tabellenführer schwierig werden würde, war absehbar. Doch die Oltner zeigten sich nach fünf Tagen Pause deutlich verbessert. Das reichte aber nicht gegen die kaltblütigen Jurassier, die die sich bietenden Chancen gnadenlos ausnutzten und die drei Punkt sicherten. Positiv immerhin: Garry Nunn erzielte seinen ersten Meisterschaftstreffer für den EHCO. Sein Tor zum 3:4 brachte noch einmal Spannung zurück in die Patinoire de Voyeboeuf. Zum Happy-end aus Sicht der Oltner kam es aber trotzdem nicht.

Sie haben die Partie verpasst? Lesen Sie hier im Liveticker alles über die knappe 3:4-Niederlage des EHC Oltens nach.