Yannick Schwaller, herzliche Gratulation zum Junioren-WM-Titel. War vor dem Turnier in Flims mit einem solchen Erfolg zu rechnen?

Nein überhaupt nicht – im Gegenteil. Mein Team spielt in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt auf der internationalen Bühne. Dass es da gleich bei der ersten WM hingehauen hat, ist natürlich enorm.

Die Vorrunde hat ihr Team nur ganz knapp dank einem Sieg im Tiebreak gegen Italien überstanden.

Ja, das war ziemlich speziell. Wir durften ab dem zweitletzten Gruppenspiel auf keinen Fall mehr verlieren, sonst wären wir ausgeschieden. Wir haben dann beide Spiele gewonnen und hatten damit in der Vorrunde eine Bilanz von sechs Siegen aus neun Partien. Das reicht normalerweise locker, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Aber diesmal mussten wir noch das Tiebreak gegen Italien spielen.

War der Sieg über Italien der Wendepunkt auf dem Weg zum Titel?

Wir waren danach sicher sehr erleichtert. Für mich persönlich war der Knackpunkt jedoch der Sieg gegen Kanada, der danach folgte. In diesem Moment habe ich gewusst, dass wir an diesem Turnier wirklich jeden schlagen können. Die Kanadier sind enorm stark und sie hätten wohl zehn oder zwanzig Juniorenteams gehabt, die aufgrund ihres Niveaus an der WM hätten spielen können. Dieser Sieg war daher schon sehr speziell.

Im Endspiel gabs einen 6:5-Erfolg gegen die grossen Favoriten aus Schottland. War es das beste Spiel Ihres Teams?

Absolut. Wir haben uns während des Turniers in einen richtigen Lauf hinein gespielt und konnten gegen Schottland unsere beste Leistung abrufen.

Kann man bereits abschätzen, was dieser Junioren-WM-Titel für den weiteren Verlauf der Karriere bedeutet?

In erster Linie ist es eine Ehre, denn es gab noch nicht viele Schweizer, die an einer Junioren-WM zuoberst auf dem Podest standen. Zugleich ist es natürlich auch eine Chance, um den Verband und mögliche Sponsoren auf uns aufmerksam zu machen.