Eishockey
Das Lernen kommt vor dem Siegen – die U18-Nati verliert in Zuchwil gegen Finnland und Tschechien

Die U18-Nati verlor beim Fünfländerturnier im Sportzentrum in Zuchwil gegen Tschechien (2:5) und gegen den amtierenden Weltmeister Finnland (3:6).

Hans Peter Schläfli
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Der Lausanner Florian Vuichard im Tor der Schweiz hatte viel Arbeit.

Der Lausanner Florian Vuichard im Tor der Schweiz hatte viel Arbeit.

Hans Peter Schläfli

Das Fünfländerturnier ist bisher ein voller Erfolg. Es waren bislang immer über 200 Eishockeyfans anwesend. Sogar eine Schweizer Fahne wurde im Sportzentrum Zuchwil geschwenkt und der Vorstand des EHC Zuchwil Regio hatte hinter dem Grillstand alle Hände voll zu tun.

Von der Schweizer U18-Nationalmannschaft hatte der Lausanner Goalie Florian Vuichard am meisten zu tun – und er machte seine Sache ausgezeichnet. Im ersten Spiel gegen Tschechien konnte die Schweiz am Mittwoch das Spielgeschehen optisch recht ausgeglichen gestalten. Zumindest, wenn beide Mannschaften im Vollbestand auf dem Eis standen. Doch wenn Tschechien ein Powerplay aufziehen konnte, dann sah das ganz anders aus. Dann brannte es jeweils lichterloh vor Goalie Vuichard.

Die Tschechen nutzten das inferiore Boxplay der Schweizer zu einer 4:0-Führung. Als das Spiel entschieden und die Luft etwas draussen war, konnte sich die Schweiz steigern und immerhin die Schlussphase noch mit 2:1 für sich gestalten, wodurch die 2:5-Niederlage im erträglichen Rahmen blieb.

Vom Weltmeister überrollt

Am Donnerstag legte dann der amtierende Weltmeister Finnland los wie die Feuerwehr, und nach dem 3:0 musste man befürchten, dass es ein zweistelliges «Päckli» für die Schweiz absetzen könnte. Doch die Einheimischen fingen sich wieder auf und steigerten sich in der Folge deutlich. «Wir konnten die beiden anderen Drittel unentschieden gestalten, das ist doch schon etwas», sah Cheftrainer Thierry Paterlini die Sache positiv. «Wir haben gegen Finnland sehr viele Strafen ungeschickt kassiert, aber wenigstens war unser Boxplay gegenüber dem Vortag gegen Tschechien diesmal viel besser.»

Tatsächlich konnte die Schweizer U18-Nationalmannschaft in der 50. Minute gegen Finnland sogar eine 3:5-Unterlegenheit während mehr als einer Minute schadlos überstehen, was auf der Bank wie ein Tor gefeiert wurde. Auch gegen die wirklich starken Finnen blieb die 3:6-Niederlage im erträglichen Rahmen.

Der Trainer erkennt Fortschritte

Jetzt, nur ein paar Monate später, sieht das also beim Heimturnier im Sportzentrum Zuchwil bereits bedeutend erfreulicher aus. Zwar gab es bisher auch noch kein echtes Erfolgserlebnis, aber die Fortschritte sind erkennbar und der Abstand zur Weltspitze scheint etwas kleiner geworden zu sein. «Wir bereiten die jungen Spieler auf die WM 2019 in Schweden vor», erklärt Trainer Thierry Paterlini. «Man geht zwar immer aufs Eis, um zu gewinnen, aber die Resultate sind jetzt noch nicht so wichtig. Jetzt sind wir im Lernmodus, damit uns an der Weltmeisterschaft gute Resultate gelingen.»

Einen Superstar wie Nico Hischier habe es in der diesjährigen U18-Auswahl nicht mehr, «so einen gibt es auch nur alle einhundert Jahre», sagt Thierry Paterlini. Einige solide Talente für die Nationalliga A habe es im Kader. «Aber der Weg ist weit, sie müssen alle noch sehr viel lernen, wenn sie sich einen Profivertrag verdienen wollen.»

Nun stehen für die Schweizer U18-Nationalmannschaft im Sportzentrum Zuchwil noch die beiden Gegner auf dem Programm, die am ehesten in Reichweite liegen könnten. Morgen Sonntag geht es um 15.30 Uhr gegen Deutschland weiter, am Montag dann bereits um 10.30 Uhr gegen die Equipe aus der Slowakei.

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