Zu Beginn der Woche deutete wenig daraufhin, dass Tamara Arnold ihren bislang grössten Erfolg auf der ITF-Tour feiern würde. Leicht angeschlagen reiste sie von der Qualifikation der Team-EM in Italien nach Oberentfelden. Sie musste sich im Zweitrundenspiel – in der ersten Runde kam sie in den Genuss eines Freiloses – gegen ihre Landsfrau Larissa Bucher (ohne Ranking) von der Physiotherapeutin am Bauch behandeln lassen. Nach verlorenem Startsatz rettete sich die an Nummer elf gesetzte Solothurnerin doch noch in die Achtelfinals. Dort drehte sie dann aber mächtig auf.

Zuerst eine Französin, dann eine Niederländerin bezwungen

Zuerst schlug Tamara Arnold die Französin Nina Boch (ITF 686) mit 6:1, 6:4 und im darauffolgenden Viertelfinalspiel ereilte die an Nummer 4 gesetzte Niederländerin Claire Verwerda (ITF 525) dasselbe Schicksal. Arnold gewann 6:1, 6:4 und erreichte erstmals bei einem Turnier der 4. Kategorie die Halbfinals. Bis dato war eine Achtelfinalqualifikation das beste Resultat gewesen für die junge Solothurnerin.

Grosser Sprung nach vorne

Gestern kam es noch besser. Im Halbfinal gegen Daniela Vukovic (ITF 719) profitierte Arnold beim Stande von 6:2, 3:2 von der Aufgabe ihrer Gegnerin und so kann sie heute erstmals um einen Titel auf der ITF-Tour spielen. Ihre letzte Hürde ist mit Medina Sahinagic (ITF 861) erneut eine Schweizerin. Da Arnold in Oberentfelden an der Seite von Jessica Brühwiler (ITF 1127) auch im Doppel die Vorschlussrunde erreichte, kann sie ihr Punktekonto beinahe verdoppeln.

Entsprechend wird sie in der Juniorenweltrangliste einen grossen Sprung nach vorne machen. Selbst wenn sie das Endspiel verlieren sollte, wäre sie neu in der Region von Rang 600 klassiert, bei einem Sieg läge gar eine Position um Platz 530 in Reichweite.