Fussball
Das Jahr eins nach Philippe Perret hat beim FC Biel begonnen

Nach den Querelen um die Nichtverlängerung des Vertrags mit Perret wird beim FC Biel wieder nach vorne geschaut. Mit dem neuen Trainer Hans Peter Zaugg und etlichen Neuzuzügen peilt der FC Biel einen Platz in den Top 5 an.

Peter Renatus
Merken
Drucken
Teilen
Biels Trainer: Bidu Zaugg.Archiv

Biels Trainer: Bidu Zaugg.Archiv

EQ Images

Die Klubleitung unter dem neuen VR-Präsidenten Werner Könitzer (64) hat sich mehrere ehrgeizige Ziele gesetzt: So soll der 5. Platz konsolidiert oder gar getoppt werden, der Trainingsbetrieb professionalisiert (14 Vollprofis), durch den künftigen Verkauf von Akteuren Mehrwert generiert und bei den Ausgaben für die 1. Mannschaft rund 330 000 Franken eingespart werden. Letzteres durch die Finanzierung von Spielern mittels aussenstehender Investoren wie im Fall von Miani, Zangger und den neuen Siegrist, Nlend und Ashraf.

Umwälzungen gab es nach neun Abgängen und zehn Zuzügen auch im Team. Leistungsträger wie Goalie und Captain Walthert, der dominikanische Internationale Ledesma, Innenverteidiger Galli, Spielmacher Doudin sowie die beiden Angriffsspitzen Coly und Emmanuel sind gegangen. Mit Ausnahme Doudins dürften die Abgänge in etwa ersetzt worden sein.

In der Abwehr wird Geiger ins Zentrum rücken, auf den Aussenposten stehen De Feo, der nach einjähriger Verletzungspause zurückkehrende Liechti, «Wadenbeisser» Pazeller (Ex-GC) sowie Youngster Zangger zur Verfügung. Im Angriff hatten Coly und Emmanuel zwar ab und zu Herausragendes, aber auch viel Durchschnittliches abgeliefert.

Die werden mit den Engagements des dreifachen ägyptischen Internationalen Ashraf, des Ex-Luzerners Siegrist sowie des Winterthurers Osmani gut ersetzt, selbst wenn diese zuletzt nur über wenig Spielpraxis verfügten, aber neben Topskorer Morello darauf brennen, ihre Karrieren neu zu lancieren. Im Mittelfeld hat Ukoh in den Vorbereitungspartien eindrückliche Fortschritte bekundet.

Mit Di Nardo kann sich der Trainer auf eine unnachgiebige Nummer 6 und mit dem Ex-Thuner Manière auf einen vielseitig einsetzbaren Allrounder verlassen. Weiter wird der Durchbruch des einstigen Grenchner Goalgetters Miani auf der Aussenbahn erwartet. Offensive Impulse könnte der erst 19-jährige französische Norman Peyretti aus dem Mittelfeld verleihen.

Aufgrund vieler Testspieler konnte noch kaum an den Automatismen geschliffen werden. «Bidu» Zaugg meint denn auch: «Die Vorbereitung war sehr kurz, zudem fehlen mit den noch rekonvaleszenten Liechti, Geiger, Morello, Safari und den noch nicht qualifizierten Peyretti und Ashraf zu Beginn noch mehrere Stammspieler.

Das Team hat aber intensiv gearbeitet, ist topmotiviert und hat sich rasch gefunden, sodass wir zuversichtlich nach Locarno zum Startspiel reisen.» Durch die Rückkehr auf die heimische Gurzelen hofft man auch auf vermehrten Sukkurs durch das Publikum und erhöhte Sponsoringeinnahmen.