Der Start ins 2019 ist dem FC Solothurn geglückt. Der Auftakt beim Grasshopper-Nachwuchs war nicht nur eine Standortbestimmung nach einer konzentrierten Vorbereitungsphase, sondern auch der Spitzenkampf zweier ambitionierter Teams. «Vor allem für uns ist es um sehr viel gegangen, umso wichtiger war es, dass wir diesen Spitzenkampf für uns entscheiden konnten», so Shpetim Arifi, der selbst in der Saison 2015/16 22 Mal für die U21 der Zürcher auflief.

Dieser Sieg erhält für den defensiven Mittelfeldspieler zusätzlich Gewicht, weil bei diesem Gegner in der Startelf mit Kastrati, Nathan, Zesiger, Basic und Pusic sowie den eingewechselten Bajrami und Cabral sieben Akteure dem Super-League-Kader angehörten. «Wenn sie gewinnen, sind sie auch vorne dabei», sagt Arifi.

«In der Vorbereitung haben wir extrem viel gearbeitet und uns im Trainingslager physisch wie psychisch stark vorbereitet», sieht der 22-Jährige die Basis für eine erfolgreiche Rückrunde. In der torlosen ersten Halbzeit hatte GC viel Ballbesitz.

«Sie haben nicht erwartet, dass wir sie so schnell auskontern können», beschreibt der Derendinger das Führungstor durch Steven Ukoh in der 52. Minute. Allerdings gesteht er auch ein, dass das Gegentor nur zwei Minuten später unnötig war: «Es war schade, dass noch nicht alle hundertprozentig ihre Gedanken beim Spiel hatten.»

Wobei der lange Ball der Grasshoppers, der im Tor landete, eigentlich eher ein Eigentor von FCS-Verteidiger Waylon Grosjean gewesen sei. «Nachher machte GC Druck, aber wir reagierten abgeklärt», so Arifi, der in den letzten zehn Minuten offensiv auf der Zehner-Position spielte.

Daraus entstand der Siegtreffer in der 82. Minute. «Nach einem Einwurf konnte ich mich gut lösen, meinen Gegenspieler zweimal ausdribbeln und Hunziker in den Lauf spielen, der alleine gegen einen Innenverteidiger seine Stärken zeigte», beschreibt Arifi diese Szene.

Finalrunde ist das Minimalziel

Die Siegermentalität, mit der sie sich nach harzigem Start an die Spitze kämpften, konnten sich die Solothurner über die Winterpause erhalten. «Diese verdanken wir unserem Trainer Dariusz Skrzypczak, denn unser Minimalziel ist ganz klar die Finalrunde und wir wollen, das, was wir letztes Jahr nicht geschafft haben, gutmachen», sagt Arifi weiter.

Für ihn tragen zu diesem Optimismus bei, dass 95 Prozent des Kaders gehalten werden konnten und er sich selbst überzeugen liess, zu bleiben. Dazu zählt auch, dass mit Steven Ukoh ein erfahrener Winterzugang realisiert wurde. «Wir wissen, wie wichtig er für uns sein wird und wir haben ihn gut aufgenommen, wobei ihm sein Tor natürlich zusätzlich Motivation gibt», begrüsst der Wasserämter diese Verstärkung.

Gegner mit langer Durststrecke

Morgen Samstag sehen sich die Solothurner im heimischen Stadion der zweiten U21-Mannschaft dieser Gruppe gegenüber. «Gegen Luzern II haben wir noch eine Rechnung offen, denn die 1:2-Niederlage im Hinspiel war völlig unnötig», ist Arifi bereit, der in der Saison 2013/14 sechs Mal das Trikot der Leuchtenstädter U18-Equipe trug. Die Zentralschweizer dümpeln am Tabellenende herum mit nur drei Punkten Reserve auf Schlusslicht Bassecourt (10).

Für die Luzerner ist es der erste Ernstkampf in diesem Kalenderjahr, gegen Goldau holen sie am Dienstag nach. Der Gast aus der Innerschweiz ist trotz seiner Tabellenlage nicht zu unterschätzen, denn er wartet nach drei Siegen in den ersten vier Runden seit dem 25. August 2018 (!) und dem 2:0 in Zug auf den vierten Dreier.

Seither holte er nur vier Unentschieden-Punkte aus zehn Spielen. Für Arifi heisst dies: «Drei Punkte sind Plicht». Trotzdem, diese Erfolglosigkeit macht die Besucher gefährlich. Solothurns Trainer Dariusz Skrzypczak werden morgen Raphael Koch (muskuläre Probleme) und Massimo Veronica (fällt wegen eines Muskelfaserrisses einen Monat aus) nicht zur Verfügung stehen.