Gerade mal zwei Tage konnten die Cracks des EHC Olten seit dem 6:5-Erfolg über die GCK Lions vom Montag verschnaufen, ehe sie gestern bereits wieder in voller Montur aufs Eis mussten. Die Vorbereitungen für die heutige Auswärtspartie (20 Uhr) gegen den HC Ajoie standen auf dem Programm. Und auch nach der Partie gegen die tabellenvorletzten Westschweizer können die Powermäuse nicht ausspannen, am Sonntag empfangen sie den HC Thurgau und am Donnerstag reisen zum HC La Chaux-de-Fonds.

Festtags-Spiele als Publikumsmagnet

Die Partien über die Festtage haben einen grossen Vorteil: «Sie haben sich in den letzten Jahren zum Publikumsmagnet entwickelt», sagt EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli, der das Spiel gegen die Zürcher Junglöwen vom 23. Dezember als Beispiel nimmt. «Wir hatten über 4000 Besucher, und das gegen GCK, das praktisch keine Fans mitbringt.» Deshalb ist für Rötheli klar: «Wir spielen dann, wenn es das Publikum wünscht.» Er räumt aber ein, dass dadurch auch alle im EHCO-Umfeld stark gefordert seien. «Für Spieler, Sekretariatsmitarbeiter oder etwa Funktionäre ist es eine strenge Zeit.»

Die NLA macht Pause

«Streng ja, und wie», findet auch Oltens gefährlicher Torjäger Marco Truttmann. Er gibt unumwunden zu, dass er zwei, drei zusätzliche Ruhetage gerne genommen hätte. «Die Saison ist anstrengend, unsere Körper könnten einige freie Tage gut gebrauchen. Und schliesslich macht auch die NLA in dieser Zeit eine Pause.» In der höchsten Spielklasse geht die Meisterschaft erst am 2. Januar in die nächste Runde, davor haben die A-Ligisten neun spielfreie Tage.

Da aber den Oltnern nun mal keine Pause vergönnt ist, sieht Truttmann für die Auswärtspartie gegen den HC Ajoie nur eine Devise: «Wir müssen Vollgas geben und einige Sachen im Vergleich zu unserer Leistung gegen die GCK Lions verbessern.» In der Defensive müsse der EHC Olten härter arbeiten, vor allem auch im Boxplay, findet die Nummer 94. «Wir haben GCK zu viel Platz gelassen. Das liegt gegen Ajoie nicht drin.» Die Powermäuse können aber auch einige Sachen aus der letzten Partie mitnehmen nach Pruntrut. «Unser Powerplay war gut, und zeitweise haben wir mächtig Druck aufs gegnerische Tor gemacht», sagt Truttmann, der sich gegen die Junglöwen ein Tor und zwei Assists gutschreiben liess.

«Knorziges» Spiel erwartet

Nach den zuletzt knappen Siegen über Visp (4:3) und eben über die GCK Lions (6:5) macht sich Marco Truttmann gegen Ajoie ebenfalls auf eine äusserst enge Partie gefasst. «Auswärts haben wir sie noch nie mit mehr als zwei Toren schlagen können. Zudem werden sie von ihren Fans ordentlich angepeitscht werden. Das wird wohl wieder ein knorziges Spiel werden.» Auch EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli hält die bevorstehende Partie gegen das neuntplatzierte Ajoie keinesfalls für eine leichte Aufgabe: «Wir sind Leader, alle anderen Teams sind besonders motiviert, uns zu schlagen.» Die Motivation dürfte aber auch bei den Powermäusen gross sein, könnten sie doch mit einem Sieg das etwas andere «Stängeli» perfekt machen und den zehnten Sieg in Serie einfahren.