Subingen/Solothurn

Das Derby könnte entscheidend sein

Der Torhüter des FC Iliria wird im Cupspiel gegen FC Grenchen 15 geprüft.

Der Torhüter des FC Iliria wird im Cupspiel gegen FC Grenchen 15 geprüft.

Heute Mittwoch greifen der FC Subingen und FC Iliria in die Meisterschaft 2. Liga interregional ein.

Sind die Schulferien der Grund, dass die vier Solothurner Vereine der 2. Liga interregional erst heute ins Geschehen eingreifen? Der Stadtsolothurner Klub FC Iliria trifft im Brühl auf den FC Olten. Und Dulliken empfängt den FC Subingen. Beide Spiele beginnen um 20 Uhr. Die zehn anderen Vereine der Gruppe 5 haben am Wochenende bereits ihr erstes Spiel gespielt.

Die letzten Monate waren für den FC Iliria mit Aufstieg und (kantonalem) Cupsieg turbulent. Im jungen Verein, dessen erste Mannschaft 2002 ihr erstes Spiel hatte, spielen vor allem Kosovo-Albaner. Trainer Perparim Recepi, ebenfalls Kosovo-Albaner hört dies aber nicht gern. «Wir sind ein internationaler Verein. Bei uns spielen auch Schweizer, Türken oder Italiener.»

Kriterium für ein Mitwirken in der 1. Mannschaft des FC Iliria ist also nicht die Nationalität der Spieler sondern die sportliche und charakterliche Leistung. «Disziplin und Fleiss müssen die Spieler mitbringen. Und sie müssen die entsprechenden technischen Fähigkeiten mitbringen, die es in der höheren Liga braucht», sagt der Trainer. Viele Fussballer haben sich nach dem Aufstieg in der letzten Saison gemeldet. Fünf Neue hat Recepi in den Kader aufgenommen, gleichzeitig muss der Verein drei Abgänge
verkraften.

Es wird die erste Saison des Vereins in der dritthöchsten Amateurliga sein. Die rasanten Fortschritte, in 14 Jahren von der heute sechsthöchsten in die 2. Liga interregional, sind vereinsintern noch nicht richtig verarbeitet. «Wir starteten mit 3 Mannschaften, heute haben wir 13 Mannschaften im Verein.»

Finanziell und in Bezug auf die Infrastruktur ist vieles noch im Argen. Das erste Heimspiel findet noch im Brühl statt. «Wir hoffen, dass wir die nächsten Heimspiele im Stadion austragen können.» Dort spielt bis anhin einzig der FC Solothurn. Recepi kann auf die Erfolge des FC Iliria verweisen. «Das macht heute die Gespräche etwas leichter, auch mit den anderen stadtsolothurner Klubs im Brühl.»

Anfangs wird der FC Iliria Gras beissen müssen. «Viele Spieler waren in den Sommerferien weg. Das ist hier immer ein Problem.» Zum siegreich gestalteten Cupmatch gegen FC Grenchen 15 am Samstag kamen gleich vier Spieler direkt aus den Ferien. Trotzdem setzte sich Iliria durch und darf nun im Stadion den FC Schaffhausen (Challenge League) empfangen. «Ich weiss was uns erwartet», sagt Trainer Recepi, der vor einigen Jahren schon den FC Luterbach in die 2. Liga interregional führte. «Da wird ein ganz anderes Tempo gespielt. Aber wir haben das Potenzial oben zu bleiben.»

Nur ein Derby

Mit Trainingsabsenzen während der Ferienzeit kämpfte auch Erich Hert, der den FC Subingen schon in der dritten Saison trainiert. Die Vorbereitung der Subinger sei unspektakulär verlaufen. Nach der soliden letzten Saison mit einer guten Vorrunde und einer weniger optimalen Rückrunde (10. Schlussrang) ist der Ligaerhalt erneut das Saisonziel. Dazu wurd auch der Kader erweitert.

Aber: «Sobald wir Geld in die Finger nehmen müssten, wären wir in der falschen Liga», sagt Hert. Deshalb müsse der Dorfverein wie gewohnt finanziell haushalten. «Wir leisten uns keine Transfers, die Geld kosten.» Man sei ein Dorfverein mit stabilen Verhältnissen. Aber der Dorfverein hat schon zu kämpfen. Die Trainingsverhältnisse sind eng, Garderoben hat es für den ganzen Verein zu wenige.

Sportlich fühlt sich Trainer Hert in der 2. Liga interregional wohl. «Das Spiel ist schnell, und es wird technisch etwas geboten.» Hervor hebt er die Schiedsrichterleistungen. «Ich muss mich weniger ärgern als in der 2. Liga.» Dafür fehlen ihm die Derbys. Hert ist überzeugt, dass von der 1. bis zur letzten Runde um den Ligaerhalt gekämpft werden muss. Deshalb freut er sich schon jetzt auf die letzten Spiele der Vor- und Rückrunde. Gegner ist dann jeweils im einzigen Derby der FC Iliria.

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