Volleyball
Das Aus im Cup-Viertelfinal – Volley Schönenwerd unterliegt Näfels wieder

Schönenwerd unterliegt Näfels gleich zweimal innert 24 Stunden mit 0:3. Das bedeutet für die Schönenwerder das Ausscheiden im Pokal.

Raphael Wermelinger
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Kein Durchkommen für Schönenwerds Captain Leandro Gerber gegen den Dreierblock von Volley Näfels.

Kein Durchkommen für Schönenwerds Captain Leandro Gerber gegen den Dreierblock von Volley Näfels.

Remo Fröhlicher

Das Spitzentrio der NLA blieb am Samstag ohne Satzverlust. Doch weder der Leader Lausanne UC gegen Jona, noch Näfels in der Cup-Hauptprobe gegen Schönenwerd oder Meister Amriswil bei Schlusslicht Einsiedeln kamen dabei ohne Probleme über die Runden.

Die Schönenwerder, welche die beiden ersten Direktbegegnungen gegen Näfels jeweils mit 0:3 verloren hatten, standen sowohl im ersten als auch im dritten Durchgang zumindest dem ersten Teilerfolg in dieser Saison nahe. Im ersten Satz brachten die Solothurner aber eine 14:10-Führung nicht über die Runden, und im dritten vermochten sie drei Satzbälle nicht zu verwerten, ehe Näfels seinen dritten Matchball zum glatten 3:0-Erfolg nutzte.

Leader Lausanne hatte zwar in Jona einen Punkt abgeben müssen, war vor eigenem Publikum aber natürlich trotzdem der klare Favorit. Die Waadtländer taten sich aber gegen den kampfstarken Widersacher vor allem in den beiden ersten Spielabschnitten schwer. Im ersten mussten sie drei Satzbälle abwehren, ehe sie diesen doch noch mit 28:26 gewannen.

Der zweite wurde erneut erst in der Verlängerung entschieden, wobei auf dem Weg zum genau gleichen Ergebnis diesmal der Leader erst seine vierte Chance zur Entscheidung nutzen konnte. Danach war bei den St. Gallern die Luft draussen, und Lausanne sicherte sich den erwarteten Sieg mit einem klaren 25:12.

Verletzungssorgen beim Meister

Die Probleme von Amriswil in Einsiedeln hingen weniger mit dem Gegner als vielmehr mit der immer dünner werdenden Personaldecke beim Titelverteidiger zusammen. Nebst Topskorer Sébastien Steigmeier musste auch Roman Brühwiler verletzungsbedingt passen.

Ein Handicap, mit dem sich das Team von Ratko Pavlicevic sichtlich schwertat. Gegen das Schlusslicht reichte es zwar trotzdem zum erwarteten 3:0-Erfolg, aber vor allem im zweiten Durchgang fehlte den Schwyzern nur wenig zu einem Satzgewinn.

Teamfoto Volley Schönenwerd 17/18 Volleyball, Saison 2017/18: Das NLA-Team von Volley Schönenwerd mit dem neuen Trainerduo Rainer Vassiljev und Verro Indrek.

Teamfoto Volley Schönenwerd 17/18 Volleyball, Saison 2017/18: Das NLA-Team von Volley Schönenwerd mit dem neuen Trainerduo Rainer Vassiljev und Verro Indrek.

zvg

So kam in der 20. Runde bloss das dank diesem Erfolg auf Rang vier vorgerückte Chênois zu einem problemlosen Sieg. Aufsteiger Uni Bern, der zuletzt zwei Wochen Pause hatte, konnte nie auch nur auf einen Satzgewinn hoffen. Für die immer besser in Fahrt kommenden Genfer resultierte bereits der sechste Sieg in Folge – das vor der Saison zum «Transfersieger» erkorene Chênois wird seiner Reputation also immer mehr gerecht.

Es wurde immer deutlicher

Knapp 24 Stunden nach dem Duell in der Meisterschaft trafen Schönenwerd und Näfels im Cup-Viertelfinal erneut aufeinander. Doch auch der Heimvorteil in der neuen Betoncoupe Arena änderte nichts am Ausgang des Spiels.

Das vierte Kräftemessen der beiden Teams in der laufenden Saison endete wiederum mit einem Zu-null-Erfolg für die Glarner. Die Niederämter konnten dabei nur in den ersten beiden Durchgängen mithalten. Im ersten Satz führte das Heimteam mit 21:20, unterlag am Ende aber mit 24:26.

Schon ein bisschen deutlicher verlief der zweite Durchgang. Diesmal setzte sich Näfels bereits zur Satzmitte entscheidend ab. Die Glarner verwandelten in dieser Phase einen 10:13-Rückstand in einen komfortablen 20:15-Vorsprung. Die Schönenwerder holten zwar noch einmal etwas auf, gefährlich wurde es für die Gäste indes nicht mehr.

Sie holten sich den zweiten Durchgang mit 25:22. Damit war die Gegenwehr des Heimteams endgültig gebrochen. Im dritten Satz markierte Näfels fünf der ersten sechs Punkte. Bis zur zweiten technischen Auszeit vergrösserten die Glarner ihr Polster auf sieben Punkte. Gleich mit 14:25 mussten sich die Schönenwerder schliesslich im dritten Satz beugen. Der Traum von der zweiten Cupfinal-Teilnahme in der Vereinsgeschichte ist geplatzt.

Auch in den restlichen Viertelfinal-Paarungen setzten sich die Favoriten durch. Der amtierende Cupsieger Amriswil setzte sich auswärts gegen Luzern mit 3:0 durch. Chênois bestätigte seinen guten Lauf aus der Meisterschaft und steht dank des diskussionslosen 3:0-Erfolgs gegen Uni Bern im Halbfinal. Komplettiert wird die Runde der letzten vier Teams von Jona. Der Siebte der NLA warf mit dem NLB-Klub Servette Star-Onex den letzten Unterklassigen aus dem Wettbewerb.

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