Unihockey

Das Aus im Cup als Wermutstropfen für Wiler-Ersigen

Für Matthias Hofbauer geht es im Dezember an seine neunte Weltmeisterschaft.

Für Matthias Hofbauer geht es im Dezember an seine neunte Weltmeisterschaft.

Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche feiert der SVWE einen klaren Derbysieg. Mit einem 8:3-Erfolg über Köniz verteidigt Wiler die Leaderposition. Das perfekte Wochenende wurde es jedoch nicht, da die Cup-Partie vom Sonntag gegen Rychenberg Winterthur knapp mit 1:2 verloren ging.

Mit einem klaren 8:3-Derbysieg über Köniz, gleichbedeutend mit der Verteidigung der Leaderposition und dem Cup-Aus tags darauf nach einer 1:2-Niederlage gegen Rychenberg beschliesst der SV Wiler-Ersigen eine beinahe perfekte Saisonhälfte, die einzig durch das Ausscheiden im Cup getrübt wird.

Es folgt nun ein dreiwöchiger Meisterschaftsunterbruch wegen der Herren-WM in Lettland, ehe es für den SVWE dann darum gehen wird, die gute Ausgangslage in der entscheidenden Meisterschaftsphase auch auszunützen und sich für die Playoffs bestmöglich zu positionieren.

Auch wenn das Resultat (8:3) am Ende eine deutliche Sprache spricht, so leicht kam die Berger-Truppe diesmal nicht zum Derbysieg wie vor Wochenfrist beim 11:4 über die Tigers. Im Gegenteil: Die Partie gegen Köniz, das nach mühsamem Saisonstart das Feld zuletzt mit drei Siegen in Folge von hinten aufzurollen begann, war bis in Schlussdrittel umstritten.

Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem dritten Powerplay für die Gäste, welches ungenützt blieb. Innerhalb von nur 90 Sekunden kombinierte sich das Duo Marco Louis/Matthias Hofbauer zum 5:3 und 6:3 und sicherte dem Heimteam den 11 Sieg im zwölften Spiel.

Die Berger-Truppe hatte klar mehr Ballbesitz, war aber nicht so kreativ und präzis wie zuletzt und so gab es in der ersten Spielhälfte verhältnismässig wenige Torchancen, das 2:2 nach dem Startdrittel kam nur aufgrund krasser Defensivfehler zustande. Zudem strahlten beide Goalies Sicherheit aus, und vor allem Wolf liess sich weder von Maurer noch Antener bezwingen. Die beiden Könizer Topskorer konnten je zweimal alleine gegen den Natigoalie ziehen, wurden aber vom SVWE-Schlussmann gestoppt.

Bezwungen wurde Wolf schliesslich nur noch einmal, als Frejd im ersten Gäste-Powerplay einen seiner Zorro-Moves zum Besten gab. Die Gäste lagen erstmals in Führung, und das in ihrer besten Phase des Spiels nicht einmal unverdient (27.). Doch der unermüdliche Kämpfer Fankhauser «erarbeitete» den Ausgleich in seiner ihm eigenen Art quasi aus dem Nichts heraus.

Und als dann Rentsch mit einem technischen Finte einen Penalty provozierte, verwertete Väänänen souverän zur neuerlichen SVWE-Führung, welche nur noch im eingangs erwähnten Powerplay zu Beginn des letzten Drittel in Gefahr geriet. Danach machte der SVWE alles klar und legte ein sattes 4:0 im Schlussdrittel hin.

Wiler Torimpotenz im Cup

Normalweise sollte es ja kein Problem sein im Unihockey zwei Gegentore zu erhalten: Doch gestern war wieder einmal jener Abende, wo man förmlich spüren konnte, wie schwer sich der SVWE tat, ein Tor zu erzielen. Nach dem frühen Doppelschlag der Winterthurer rannte das Heimteam über 50 Minuten dem Rückstand und lange auch dem ersten Treffer nach.

Der Ball ging dabei neben das Tor, ans Tor, gar aufs Tor, aber erst in der 46. Minute endlich auch ins Tor. Rentsch traf zum 1:2-Anschlusstreffer und nun brannte es phasenweise lichterloh vor dem Winterthurer Gehäuse, doch die Qualität der Abschlüsse blieb bis am Ende ungenügend. So wurde auch Goalie Nicolas Wolf nicht belohnt, der sein Team mit glänzenden Paraden bis zum Schluss im Spiel hielt, waren der HCR bei seinen Kontern doch brandgefährlich.

Schliesslich darf sich auch nicht beklagen, wer in vier Minuten Überzahl (im Mitteldrittel der SVWE) am Stück keinen Treffer schiesst, wenn man am Ende ein enges Spiel eben verliert. Im Endeffekt machte genau der Winterthurer Powerplaytrefffer die Differenz aus. Ja eigenlich kassierte Wiler in dieser Phase gar noch einen Shorthander, die Schiedsrichterinnen sahen denn Ball wohl zu Unrecht nicht hinter der Linie. Mit einer ungenügenden Offensivleistung schloss damit der SVWE das Kapitel Cup für diese Saison so früh ab wie schon lange nicht mehr.

WM in Lettland als Dezember-Highlight

Die beiden Partien vom Wochenende bildeten den Abschluss einer intensiven ersten Saisonhälfte mit 15 Pflichtspielen innerhalb von zehn Wochen. Es folgt nur ein dreiwöchiger Unterbruch, ehe vor Weihnachten noch eine Doppelrunde ausgetragen wird. Der Unterbruch ist der Herren-WM geschuldet, die vom 2. bis 12. Dezember in Riga (Lettland) stattfindet.

Mitten drin werden auch einige SVWE-Akteure sein. Mit Matthias Hofbauer, der seine neunte (!) WM in Angriff nimmt, Bruder Chrisopg (7), Patrick Mendelin und Debütant Nicolas Wolf haben es vier ins Schweizer Team geschafft. Tatu Väänänen wird als Finnlands Captain auch schon seine siebente WM bestreiten und schliesslich ist da noch das tschechische Trio Sikora (Asistenzcoach) sowie die beiden Spieler Sesulka und Sebek. Aus Teammitgliedern werden also für einige Tage Rivalen.

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