Der Name hat sich in den Jahren mehrmals geändert: Lanciert wurden die 100 Runden ums Oltner Bifangschulhaus 1973 als «Bifang-Kriterium». In den 90er-Jahren wurde das Rennen in «GP Sälipark» umbenannt. Seit 2015 heisst der Anlass «GP Olten». Das Prinzip des nationalen Radkriteriums aber wird sich auch bei der diesjährigen 43. Austragung - 1974, 1992 und 2009 fand kein Rennen statt- nicht ändern.

Sieger beim GP Olten ist nicht unbedingt der erste Fahrer, der im Ziel eintrifft. Wenn keinem Teilnehmer ein Rundengewinn gelingt oder sich keiner der Fahrer um mindestens dreissig Sekunden vom Hauptfeld absetzen kann, gewinnt der Fahrer mit den meisten Punkten auf dem Konto.

Alle zehn Runden kommts zu einem Wertungssprint. Der Schnellste bekommt sechs Punkte, der Zweitplatzierte vier, der Dritte drei, der Vierte zwei und der Fünfte einen Zähler. Beim letzten Wertungssprint am Ende der 100. Runde und nach insgesamt 85 Kilometern gibts die doppelte Anzahl an Punkten zu ergattern.

Seriensieger EKZ nicht dabei

Das Elite-Rennen der Männer startet am Sonntag um 14 Uhr. Der grosse Abwesende ist dabei das EKZ Racing Team, welches dem GP Olten bei den jüngsten Austragungen immer wieder seinen Stempel aufgesetzt hat. Wie beim Rennen im Vorjahr, in welchem die EKZ-Equipe alle drei Plätze auf dem Podest für sich beanspruchte. Im November 2016 löste der Hägendörfer Kurt Bürgi sein Team aber nach sechsjährigem Bestehen auf. Vorjahressieger Dominic von Burg sowie der letztjährige Zweite, Nico Selenati, werden heuer in Olten somit nicht am Start stehen.

Für die 100 Runden im Bifangquartier gilt: Die grossen Teams sind grundsätzlich im Vorteil gegenüber den Einzelfahrern. Deshalb sind das Team Hörmann (mit fünf Fahrern am Start) und die neugegründete Equipe Exploit Goomah Bikes mit sieben Fahrern auf dem Papier die heissesten Siegesanwärter. Allen voran Hörmann-Fahrer Lukas Rüegg, der 2016 Dritter wurde.

Zu den Favoriten zählt auch Jan-André Freuler aus Reichenburg, der 2016 auf der Bahn Schweizer Meister im Sprint und im Keirin wurde. Mit dem Niedergösger Severin Sägesser wird auch ein Regionaler an den Start gehen. Doch auch der Radquer-Spezialist und WM-14. von 2016 wird es als Einzelfahrer ohne Team sehr schwer haben.

Bereits um 9 Uhr erfolgt im Bifangquartier der Startschuss zum ersten Rennen des Tages: Die U17-Junioren werden gemeinsam mit den Nachwuchsfahrerinnen auf die Strecke geschickt. 40 Runden gilt es zu bewältigen. Zehn Runden mehr warten ab 10.30 Uhr auf die U19-Junioren und die Frauen-Elite. Diese beiden Kategorien fahren ebenfalls zusammen. Als Auflockerung für zwischendurch startet um Punkt 12 Uhr das Plauschrennen à fünf Runden für Politiker und Behörden.