Etwa ab der 20. Minute übernahm Deitingen das Diktat auf der Grabmatt, die in Anbetracht des Dauerregens in einem akzeptablen Zustand war. Doch als Jonas Zuber den Pfosten traf, kamen erste Ahnungen auf: Die Schlammschlacht im Dauerregen sollte kein Deitinger Glückstag werden.

Trotz grosser Überlegenheit wollte das Runde einfach nicht ins Eckige. Und dann war da auch noch der Zuchwiler Goalie Dario Bannwart, der mit einem runden Dutzend Glanzparaden sein Team im Spiel hielt. Zum Matchwinner wurde er trotzdem nicht, weil seine Mannschaft vorne kaum etwas Brauchbares vorführte. 

Schö anzusehen war das Kampfspiel auf dem glitschigen Boden wahrlich nicht, aber wenigstens war es immer spannend. Mitten in der Schlussoffensive reklamierten die Deitinger einen Penalty: Tim Hess soll Tobias Stalder gefoult und am erfolgreichen Schuss gehindert haben, doch der Schiri liess zurecht weiterlaufen.

«Solche Emotionen gehören zum Fussball dazu»

Dann akzeptierte auf der anderen Seite Riad Racipi bei einem der seltenen Konter einen Abseitspfiff nicht, spielte weiter und schlenzte den Ball ins Tor. Da gingen bei den Deitingern die Emotionen hoch und es kam zu einem Gerangel und Geschubse. «Solche Emotionen gehören zum Fussball dazu», sagte Schiedsrichter Markus von Känel, der auch in dieser hektischen Situation die Kontrolle behielt. 

«Gegen Leader Biberist spielen wir hervorragend, aber heute, wenn es darauf ankommt, sind wir einfach nur schlecht.» Mit diesen Worten zog Captain Nenad Svjetlica die Bilanz der bisher enttäuschenden Zuchwiler Vorrunde. Die Chance, dass der neue Trainer Michele Foglia im Sommer von Adis Kesedzic einen Drittligisten übernehmen muss, sind weiter gewachsen. 

Der Abstieg in die 3. Liga ist mit dem 0:0 auch für Deitingen etwas näher gerückt. Trainer Valentin Moser, der nach fünf Jahren auf die nächste Saison sein Amt an Erich Hert übergeben wird, hat eine Erklärung dafür: «In den vergangenen fünf Jahren sind keine Junioren nachgerückt und Abgänge habe ich mit Spielern aus der 2. Mannschaft kompensiert. So stösst man irgend einmal an die Grenzen.» 

Nun hoffen in der Juniorengruppierumg Team Wasseramt ein paar Talente auf einen ersten Einsatz für Deitingens 1. Mannschaft. In der 3. Liga wäre das für die jetzigen Junioren B wohl etwas einfacher. «Natürlich kann man einen Abstieg als Chance sehen. Für uns wäre er ärgerlich, aber sicher keine Katastrophe», sagte FCD-Präsident Christoph Büttiker. Noch bleiben sechs Spiele, um sich dagegen zu wehren.