1. Liga
Dank zwei Bisevac-Toren: Der FC Solothurn fährt in Buochs seinen ersten Saisonsieg ein

Nach dem 1:1 gegen Bassecourt kommt der FC Solothurn zu seinem ersten Sieg in dieser noch jungen Saison. In Buochs gewinnen die Solothurner mit 2:1 - Matchwinner ist Semir Bisevac.

Pius Rüegger
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FC-Solothurn-Spieler Semir Bisevac in Aktion.

FC-Solothurn-Spieler Semir Bisevac in Aktion.

Hans Peter Schläfli

Mit seiner Dublette in Buochs sicherte Semir Bisevac Solothurn den ersten Dreier der neuen Saison. Der serbisch-schweizerische Doppelbürger bleibt somit einziger Torschütze der Ambassadoren. Im Auftakt gegen Bassecourt rettete der vom 2. Liga-Interligisten Dulliken in die Kantonshauptstadt geholte Stürmer in der Schlussminute bereits das Remis. Der 25-Jährige bestätigte sich als effektive Verstärkung der letzte Saison darbenden Offensivabteilung der Zaugg-Truppe.

„Beim 0:1 sah mir Du Buisson bei seinem Einwurf an, was ich dachte und warf mir entsprechend den Ball zu. Ich hatte ein gutes Gefühl und habe abgedrückt, wobei auch das Glück dazu gehörte – es braucht halt manchmal so einen ‚Sonntagsschuss’“, erlebte Bisevac die Führung (29.). „Ich erhielt den Pass von rechts von Disler und stand alleine frei da und bin herein gezogen. Ich suchte den Pass, weil ich sehr spitz stand, sah dann aber das Loch und schoss flach Hochrist dieses 0:2", fühlt der frühere Aarau U21-Spieler wohl im neuen Umfeld (57.). Allerdings war er auch am Gegentreffer beteiligt, denn Bisevac verlor den Ball, der dem Buochser Captain Lambert die freie Laufbahn und den Querpass zu Unternährer ins Zentrum zum 1:2 ermöglichte (76.).

Trotz Überlegenheit gezittert

„Es ist verrückt, wenn man einen Gegner so im Griff hat und zu genügend Chancen kommt und am Schluss noch für die drei Punkte zittern muss – das ist bitter“, analysierte FCS-Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg. Ausser beim nicht zwingendenTor waren die Nidwaldner nie gefährlich. Anschliessend kam Unruhe und Hektik auf. Zudem spornte die harte gelbrote Karte – beide für unabsichtliches Handspiel vor dem eigenen Strafraum von Waylon Grosjean (73., 84.) – die grundsätzlich harmlosen Urschweizer zu mehr Engagement und intensiveren Zweikämpfen an. Sie spürten, dass sie nicht chancenlos blieben. „Schade, ohne hervorragend spielen zu müssen, dominierten wir", hielt Zaugg fest. „Bei uns herrschte die Frage vor: Wann kommen die Tore, wenn wir so überlegen sind?", sagte der Übungsleiter weiter. Für ihn haben die Stürmer viel gearbeitet und sich bewegt. „Chatton hatte Pech, dass ihm noch keine Tore gelangen, hatte er doch seine Chancen ebenfalls", sieht Zaugg gutes Potential.

Probleme in der Schlussphase

Die Solothurner kontrollierten das Geschehen bis auf die Schlussphase problemlos, ohne grosse Akzente gesetzt zu haben. Allerdings erwiesen sie sich noch nicht stabil genug, um Unwägbarkeiten aufzufangen, ohne aus dem Tritt zu geraten. Gegen einen anderen Gegner könnte dies ins Auge gehen.

Telegramm:

Buochs - Solothurn 1:2 (0:1)

Seefeld. – 250 Zu­schauer. – SR: Tonini. – Tore: 29. Bisevac 0:1; 57. Bisevac, 76. Unternährer 1:2.

Buochs: Blättler; Frank (66. Wirth), Knezevic, Diethelm, Gabriel; Käch; Haxhimurati, Lambert, Schilling, Unternährer; Barmettler (46. Malbasic).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Fleury (84. Asani); Veronica (89. Anderegg), Stauffer, Tan; Bisevac, Chatton.

Bemerkungen: Buochs ohne Bucheli (gesperrt), Tobias Nickel, Schuler, Tanushaj, Schrecker (alle verletzt) und Berisha (noch nicht spielberechtigt). So­lo­thurn ohne Kohler (Militär), Zayas, Nastoski, Dembélé (alle verletzt), Schrittwieser, Nedzipi und Russo (alle nicht im Aufgebot). – Gelbrot: 84. Waylon Grosjean (Handspiel). – Ver­war­nun­gen: 36. Disler, 42. Frank, 68. Veronica (alle Foul), 73. Waylon Grosjean (Handspiel). – Eckbälle: 14 (0:3).

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