Unihockey

Dank überragendem Altmeister: Wiler-Ersigen fehlt ein Sieg zur Superfinalqualifikation

Wiler-Ersigen fehlt noch ein Sieg zur Finalqualifikation.

Dank einer überaus disziplinierten Leistung und 3 Toren von Altmeister Matthias Hofbauer siegt Wiler-Ersigen bei Meister Köniz verdient mit 5:2, erhöht in der Halbfinalserie auf 3:1 und braucht nun noch einen Sieg für die vierte Superfinal-Qualifikaton in fünf Jahren. Den ersten Matchball hat der SVWE kommenden Samstag in der Grossmatt in Kirchberg.

Er hat über 1000 Skorerpunkte für den SVWE erzielt, er absolvierte sein erstes NLA-Spiel als einige seiner Mitspieler gar noch nicht auf der Welt waren, oder noch zur Pampers-Generation zählten. Er ist WM-Rekordtorschütze und vor allem ist er auch mit bald 38 Jahren immer noch ein "game-changer".

Ein Spieler also, der ein Spiel, ja gar eine Serie, entscheiden kann: Matthias Hofbauer hat nun zweimal innert Wochenfrist sein Team in der Weissensteinhalle zum Auswärtssieg bei Meister Köniz geführt!

Beim 10:5 letzten Samstag erzielte die Wiler Ikone 2 Tore und steuerte ein Assist bei und stand mit seiner dritten Linie bei 5 Plustoren auf dem Feld. Gestern nun führte Hofbauer sein Team gar mit einem Hattrick quasi im Alleingang zum Sieg. Mätthu erzielte nicht nur den einzigen Treffer im Startdrittel, sondern hatte auch auf den Ausgleich von Köniz` aktuell einzigem Game-Changer Jan Zaugg eine Antwort, mit einer Doublette innerhalb von zwei Minuten zum 3:1.

Wiler lässt kaum etwas zu – Köniz fehlt die Breite

Es war die Phase, wo Köniz-Trainer Korsmann nicht zum ersten Mal in dieser Serie erkennen musste, dass er nicht die Breite im Kader hat, um gegen den SVWE mit drei Linien zu agieren. Korsmann forcierte wie zuletzt beim Auswärtssieg in Kirchberg die ersten zwei Linien und wollte die dritte Linie nur punktuell einsetzen. Doch als diese bei drei Einsätzen zweimal einen Gegentreffer kassierte, hatte der dritte Block des Meisters definitiv Feierabend.

Es erstaunt doch einigermassen, dass bei Köniz das Gefälle derart gross ist. Denn personell hat eigentlich der SVWE Probleme: So fehlten dem Herausforderer im bisherigen Verlauf der Serie der letztjährige Topskorer (Johnssson) sowie der diesjährige (Känzig) wegen Verletzungen weitestgehend.

Tiefe Fehlerquote

Es ist denn auch erklärbar, dass die Chancenauswertung gestern der einzige Kritikpunkt im Spiel Wilers war und das Heimteam resultatmässig (zu) lange dran bleiben konnte. Denn optisch kann der SVWE drei Formationen stellen, welche alle in der Lage sind die Topformation der Könizer zu kontrollieren und die anderen zu dominieren. Wenn die Einstellung und der Fokus stimmen, muss man anfügen.

Und dies tat es, so zeigte die Berger-Truppe die richtige Reaktion auf die fahrige Leistung im sonntäglichen Heimspiel nach Spielmitte, als man eine 3:1-Führung aus der Hand gab. Diesmal konnte die Fehlerquote tief gehalten werden und dominierte der SVWE die eigene Zone aggressiv, kompakt und zweikampfstark über die ganze Partie. Kaum je hat wohl Köniz in einem Heimspiel so wenig Torschüsse und Chancen herausarbeiten können wir gestern.

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