Eishockey

Dank Meisters Doppelpack setzt sich der Leader aus Olten doch noch durch

Remo Meister (re) führte den EHC Olten auf die Siegerstrasse.

Remo Meister (re) führte den EHC Olten auf die Siegerstrasse.

Der EHC Olten tut sich gegen Thurgau schwer, gewinnt am Ende aber doch 5:3. Für die Wende zum Guten sorgte Verteidiger Remo Meister mit zwei Treffern innerhalb von 164 Sekunden.

Die Frage vor dem Schlussabschnitt der Partie zwischen Olten und Thurgau lautete: Muss der Leader aus der Dreitannenstadt ausgerechnet gegen die an zweitletzter Tabellenposition stehenden Ostschweizer seine erst zweite Heimniederlage in dieser Saison einstecken – oder kann er doch noch reagieren? Denn der favorisierte EHCO tat sich gegen Thurgau 40 Minuten lang schwer und lag nach zwei Dritteln mit 1:2 zurück.

Tückischer Schuss

Die Antwort gab Oltens Nummer 15: Remo Meister. Dieser bezwang den HCT-Goalie in der 43. Minute mit einem tückischen Schuss aus der Distanz, der wohl aber für den bis dahin tadellosen Caminada haltbar gewesen wäre. In der Folge hatten Fretter und Truttmann die Möglichkeit, den EHCO erstmals an diesem Abend in Front zu bringen. Der Führungstreffer gelang aber nicht den beiden an Scorerpunkten reichen Stürmern, sondern Verteidiger Meister (46.). «Es ist schön, dass ich dem Team mit meinen zwei Toren zum Sieg verhelfen konnte», sagt der 25-Jährige zu seinem Doppelpack.

Einmal in Führung wird es schwer

Nach Meisters zweitem Streich liessen die Oltner nichts mehr anbrennen und legten nur 40 Sekunden später durch Sertich auf 4:2 vor. Und mit einem wunderbar herausgespielten Powerplaytor (Truttmann) besiegelt der EHCO seinen Sieg über die Ostschweizer. Allerdings muss er dem HCT in der 59. Minute noch einen dritten Treffer zum 5:3-Schlussstand zugestehen. «Wenn wir mal in Führung liegen, ist es für jeden Gegner schwer, uns nochmals in Bedrängnis zu bringen», sagt Meister zum Ausgang des zuweilen gehässigen Aufeinandertreffens. Wie aber schon in den letzten beiden Spielen am Dienstag gegen Basel und am Freitag gegen Aufsteiger Martigny startete der EHCO auch gestern nicht optimal in die Partie und schaffte es nicht, das Score zu eröffnen. Gegen die Ostschweizer hätten die Powermäuse allerdings gute Chancen dazu gehabt: Bereits nach 27 Sekunden musste ein HCT-Akteur in der Kühlbox Platz nehmen und nur 70 Sekunden später folgte ihm ein Zweiter. In der folgenden doppelten Überzahl brannte es zwar lichterloh vor Caminada, die Oltner brachten die Scheibe aber nicht in den Kasten. Fretter war dem Führungstreffer am nächsten, er traf aus guter Position jedoch nur den Pfosten.

Schwache erste 40 Minuten

Zwar verzeichnete der EHCO in den ersten beiden Dritteln mehr Scheibenbesitz als die Gäste, er konnte aber trotzdem nicht wirklich überzeugen. «Wir haben nicht gut gespielt in den ersten 40 Minuten und konnten deshalb unserem Gegner unser Spiel nicht aufzwingen», so Meister. «Manchmal läuft es halt einfach nicht so richtig.» So waren es denn auch die Thurgauer, die als Erste Grund zum Jubeln hatten: In der 9. Minute brachte Topscorer Charpentier seine Farben in Führung und in der 11. Minute erhöhte Bieri auf 0:2. Die nicht immer glücklichen Angriffsbemühungen der Oltner wurden in der 16. Minute belohnt, als Krebs zum 1:2-Anschluss traf. Es blieb dies der einzige Treffer des EHCO in den ersten beiden Spielabschnitten. Denn, wenn die Powermäuse gefährlich vor das Gehäuse der Gäste kamen oder ihr Glück mit einem Distanzschuss suchten, stand ein überaus souveräner Caminada zwischen den Pfosten.

Glasklare Strategie

Die Devise für das morgige Heimspiel (20.00 Uhr) gegen die GCK Lions ist für Meister nach der gestrigen Partie deshalb glasklar: «Wir müssen ganz einfach 60 Minuten lang gut spielen - und am besten früh in Führung gehen.»

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