ITF Men's Future

Dank Mäzen Peter Buser: Tennisturnier ist zurück in Trimbach

Peter Buser kam 1937 in Trimbach zur Welt. Heute besitzt der Bankier, Buchautor, Konzertveranstalter und Mäzen ein Vermögen von 60 Millionen Franken.

Peter Buser kam 1937 in Trimbach zur Welt. Heute besitzt der Bankier, Buchautor, Konzertveranstalter und Mäzen ein Vermögen von 60 Millionen Franken.

Dank der Absage Oberentfeldens und der Unterstützung von Sponsor Peter Buser wird im März wieder Spitzentennis geboten in Trimbach. Nach 2014, 2015 und 2016 kommt es zur vierten Ausgabe des ITF-Men's-Future-Turniers.

«Ein Geschenk aus meinem Heimatdorf: Der Tennisclub Froburg Trimbach nennt sein internationales ITF-Turnier vom März 2020 ‹Peter Buser Open›», schreibt der neue Namensgeber am Montagmorgen auf seiner Facebook-Seite.

Peter Buser, der sich selbst als Schriftsteller, Veranstalter von Konzerten mit klassischer Musik und Mäzen bezeichnet, wuchs in Trimbach auf, schloss das Lehrerseminar in Solothurn ab und unterrichtete kurze Zeit in Wisen und Derendingen, bevor er Romanistik und Allgemeine Sprachwissenschaften studierte.

Parallel dazu begann er, sich als Vermögensverwalter zu betätigen. Das Gesamtkapital des 83-Jährigen beläuft sich laut eigener Aussage auf 60 Millionen Schweizer Franken. Im Dezember sorgte Buser für Aufsehen, als er beim HC Davos als Sponsor einstieg.

Nun soll er das ITF-Turnier in Trimbach wiederbeleben. Zur Erinnerung: 2014 fand im Tenniscenter in Trimbach erstmals ein ITF-Future-Turnier statt. Im Final setzte sich damals der Deutsche Andreas Beck gegen den Franzosen Albano Olivetti in zwei Sätzen durch. Ein Jahr später triumphierte mit Daniel Brands wieder ein Deutscher in Trimbach – nach einem 6:3, 6:3-Finalsieg gegen den Russen Kirill Dmitriev.

Der bislang letzte Sieger in Trimbach: Daniil Medvedev, der mittlerweile auf Platz vier der Weltrangliste ist.

Der bislang letzte Sieger in Trimbach: Daniil Medvedev, der mittlerweile auf Platz vier der Weltrangliste ist.

Der bekannteste Stern, der unter anderem in Trimbach aufging, ist der von Daniil Medvedev. Der heute 23-jährige Russe siegte 2016 im Final mit 6:1 und 6:3 gegen den Schweizer Adrien Bossel und sicherte sich dadurch die 27 ATP-Punkte. Heute ist der Sieger der dritten Austragung in Trimbach die Nummer vier der Weltrangliste. Am Montag verlor er in der vierten Runde der Australian Open knapp in fünf Sätzen gegen Stan Wawrinka.

Fluch und Segen gleichzeitig
Nach einem dreijährigen Unterbruch wird das ITF-Future-Turnier nun also unter neuem Patronat nach Trimbach zurückkehren. «Wenn Herr Buser das so verkündet, dann ist es so», sagt Marco Meyer, Präsident des TC Froburg Trimbach. Er lacht, um dann ernst nachzuschieben: «Weil Oberentfelden als Austragungsort abgesprungen ist, bekamen wir die kurzfristige Anfrage von Swiss Tennis, ob wir das Turnier übernehmen möchten.»

Sofort zusagen konnte der Tennisclub allerdings nicht. «Wir wissen, was es heisst, ein Turnier in diesem Rahmen zu veranstalten. Es ist mit viel Aufwand und grossen Kosten verbunden», sagt Meyer. «Bei den früheren Austragungen benötigten wir für die Vorbereitungen jeweils fast ein halbes Jahr, 10 bis 15 freiwillige Helfer leisteten einen riesigen Effort.»

Innert kürzester Zeit wurden sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt, um das Turnier realisieren zu können. «Wir haben alle Kanäle bearbeitet und auch bei Peter Buser angefragt, mit dem wir seit einiger Zeit einen guten Kontakt pflegen», führt Meyer aus. «Dass Herr Buser mit seinem Namen hinsteht, freut uns natürlich sehr. Er ist knapp 300 Meter vom Tenniscenter entfernt aufgewachsen und hat sich immer dafür interessiert, was bei uns so läuft.»

Dank des Sponsorings von Peter Buser wird es Mitte März definitiv zur vierten Austragung des ITF-Future-Turniers in Trimbach kommen. Der Montag und der Dienstag (16. und 17. März) werden im Zeichen der Qualifikation stehen. Die besten vier Spieler erreichen das Hauptfeld mit insgesamt 32 Teilnehmern. Am Mittwoch, 18. März, wird die erste Runde starten, der Final findet am Sonntag statt.

«Trotz des Aufwands hat in den letzten Jahren ohne das Turnier etwas gefehlt», sagt Meyer und verspricht» «Jeder, der gerne Tennis schaut, wird fasziniert sein, was am Turnier in Trimbach geboten wird.»

Für einen Teil des Rahmenprogramms ist ebenfalls bereits gesorgt. Am 19. März, dem vierten Turniertag, wird Arno Sgier von der Traube in Trimbach ein Gourmet-Menü zubereiten für alle, die sich einen Platz reservieren. Am Freitag gibt es ein spezielles Abendprogramm inklusive des Schweizer Davis-Cup-Siegers Marco Chiudinelli.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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