Fussball
Dank GC-Eigentor schafft Solothurn den Sprung über den Strich

Mit dem Glück der Tüchtigen gewinnt Solothurn gegen GC U21 mit 1:0. «Wir haben nicht gedacht, dass es so schwer würde», bilanzierte FSC-Coach Aziz Sayilir.

Pius Rüegger
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Solothurns Emmanuel Niend, mitte, verpasst eine Chance gegen GCs Jan Loosli.

Solothurns Emmanuel Niend, mitte, verpasst eine Chance gegen GCs Jan Loosli.

Marcel Bieri

Die entscheidende Szene zwischen Solothurn und GC's U21 spielte sich in der 84. Minute ab: Fleury trat halbrechts einen Freistoss zu Sasso. Der Einwechselspieler flanke scharf in die Mitte; GC-Hüter Dieng berührte den Ball leicht. Doch dieser fiel Aussenverteidiger Herlea an den Rücken und von dort zum Siegtor für die Solothurner über die Torlinie. «Wir haben es bei diesem Freistoss anders gemacht als vorher. Wir haben variert, indem wir nicht direkt aufs gegnerische Tor schossen, sondern mit einem Zuspiel alle inklusive Torhüter überraschten», freute sich FCS-Trainer Aziz Sayilir. Dieser Schachzug war gelungen. Seine weitere Analyse: «Wir haben nicht gedacht, dass es so schwer würde. Nach drei sehr guten Spielen, war es diesmal sehr ausgeglichen und wir gewannen nur dank Wettkampfglück.»

Mit drei klassischen Stürmern

Die Solothurner gingen diesen Vergleich gegen die ebenso im Abstiegskampf verwickelten Zürcher mit dem Ziel an, in den ersten zehn Minuten das erste Tor zu schiessen. Deshalb begannen die Rotweissen mit drei klassischen Stürmern: Nlend, Titton und Walther. Sowie Mertoglu als offensivem Mittelfeldspieler. Walther kam in der sechsten und 13. Minute zu ersten Einschussmöglichkeiten. Allerdings hatte Dedaj dazwischen einen GC-Versuch zu klären (12.). «Es kam anders, als wir es uns vorstellten», sagte Sayilir. Die zweite GC-Garnitur stellte sich besser auf den Platzklub ein. Mit ihrer besseren Technik, unterstützt mit schneller Spielweise im Kurzpassing, kamen die Besucher auf. So konnte Kohler in der 45. Minute nur knapp vor der Linie retten, nachdem Dedaj einen Avdijaj-Schuss nicht kontrollieren konnte. Das Geschehen wirkte zerfahren ohne Zusammenhang.

Willig und kämpferisch

Solothurn gab sich erneut willig, kämpferisch, alles für den Sieg zu unternehmen. Die Zürcher hielten jedoch dagegen. Speziell wenn sie ihr Kombinationsspiel aufziehen konnten, gerieten die Einheimischen unter Druck. Eine schwierige Phase hatten sie in der Mitte der zweiten Halbzeit zu überstehen. Abstimmungsprobleme sowie lange Bälle ins Niemandsland waren Gift für einen gezielteren Aufbau. Erst mit den Wechseln gelang es den Solothurnern wieder besser, ihr Zentrum zu stärken. Pech hatte Walther mit seinem Lob über Dieng. Estrada machte die grösste FCS-Chance auf der Linie zunichte (80). Positiv, dass sich die Ambassadoren nach dem glücklichen Führungstreffer nicht zurück zogen. Damit nahmen sie GC den Raum für eine effiziente Reaktion. Vielmehr setzten die Gastgeber nach und hatten in der 87. Minute gar das 2:0 in den Füssen. Sasso setzte jedoch den Walther-Querpass nebens GC-Tor.