Dass die Neuendorfer Faustballer gute Karten haben, um im Kampf um den Aufstieg ein Wörtchen mitzureden, war bereits vor der Saison klar. Das NLB-Team hat sich mit dem ehemaligen Nationalspieler Kevin Nützi und NLA-Angreifer Kevin Hagen prominent verstärkt. Obwohl der Aufstieg das Saisonziel der Neuendorfer war, konnte nicht erwartet werden, dass sie die abgelaufene Saison gleich derart dominieren würden.

In der Qualifikationsphase reihten sie 16 Siege in Folge aneinander und verloren dabei nur gerade drei Sätze. Der überlegene NLB-Titel in der West-Gruppe war die logische Folge. Dank dem Meistertitel konnten die Neuendorfer an den Barragespielen vom Donnerstagabend  in Olten teilnehmen, wo sie sich mit Affoltern am Albis (NLB-Meister Gruppe West) und dem NLA-Achten aus Olten um die zwei verbleibenden NLA-Plätze duellierten.

Grosse Erleichterung

Und auch in den beiden Barragespielen liessen die Neuendorfer ihre Muskeln spielen. Sowohl im Kantonsderby gegen Olten zum Auftakt (3:1), als auch im zweiten Spiel gegen Affoltern am Albis (3:0) konnten sie zwei Siege feiern und steigen damit ungeschlagen in die Nationalliga A auf. «Uns ist eine riesen Last von den Schultern gefallen, als wir den Aufstieg im Trockenen hatten. Wir wollten mit dieser Mannschaft unbedingt aufsteigen und es wäre sehr ärgerlich gewesen, wenn wir im nächsten Jahr nochmals einen Angriff hätten nehmen müssen», sagt Neuendorfs Trainer Daniel Pfluger.

Gefragt nach dem Erfolgsrezept der Neuendorfer muss der Mann an der Seitenlinie nicht lange überlegen. «Wir haben ein breites Kader, haben in der Vorbereitung härter gearbeitet als in den vergangenen Jahren und verfügen insbesondere im Angriff über sehr viel Qualität.»

Belohnung für gute NLA-Saison

Das bekamen auch die Oltner zu spüren. Im Direktduell mit dem Kantonsrivalen kassierten sie eine 1:3-Niederlage. Auch wenn die Enttäuschung der Oltner über die Derbyniederlage gegen Neuendorf spürbar war, überwog am Ende die Freude über den Ligaerhalt. Die Oltner haben als Aufsteiger in der abgelaufenen NLA-Saison für die eine oder andere Überraschung gesorgt – unter anderem haben sie Finalevent-Teilnehmer Walzenhausen mit 3:0 geschlagen - und haben ihre Haut teurer verkaufen können, als im Vorfeld gemeinhin angenommen wurde. Fünf Siege brachten sie ins Trockene und hätten es am Ende beinahe noch geschafft, den Barragespielen zu entkommen und sich den Ligaerhalt direkt zu sichern. Aufgrund der beiden Niederlagen in den Direktduellen mit Oberentfelden, mussten die Oltner dann aber doch in die Barrage.

Dank dem 3:1-Sieg gegen Affoltern am Albis im letzten Spiel am Donnerstagabend haben sich die Dreitannenstädter den Ligaerhalt doch noch sichern können. «Der Knackpunkt war, dass wir nach dem 0:1-Satzrückstand gegen Affoltern am Albis gleich reagieren und uns den zweiten Satz sichern konnten», sagt Marco Campigotto, der die Mannschaft gemeinsam mit Thomas Gysin betreut. «Für uns war die ganze Saison ein voller Erfolg. Wir haben uns den Ligaerhalt zum Ziel gesetzt und das haben wir erreicht. Zudem dürfen wir zufrieden sein, wie wir mit den gestandenen NLA-Teams mithalten konnten.»