Ein Sieg fehlt
Dank Daniel Johnssons «Wunder-Zorro» steht Wiler-Ersigen vor dem Einzug in den Superfinal

In einem intensiven und tempostarken Spiel im ausverkauften Hexenkessel Grossmatt setzt Daniel Johnsson im TV-Spiel mit seinem „Wunder-Zorro“ das Glanzlicht und macht Wiler-Ersigen nach einem überzeugenden Auftritt und mit einem 7:1-Sieg den vorletzten Schritt zum Superfinal-Einzug. Nun braucht der Meister aus den verbleibenden maximal vier Spielen noch einen Sieg. Weiter geht’s nächsten Samstag mit Spiel 4 in Winterthur. Spiel 5 wäre dann Sonntag wieder in Kirchberg.

Marcel Sigenthaler
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Daniel Johnsson wird von den Fans und seinen Mitspielern für das Traumtor zum 3:1 gefeiert.

Daniel Johnsson wird von den Fans und seinen Mitspielern für das Traumtor zum 3:1 gefeiert.

Hans Ulrich Mülchi

Und am Ende waren es dann doch sieben Tore und schon der siebte Playoff-Sieg in Folge. Dies obwohl die Geschichte der dritten Playoff-Halbfinalpartie zwischen den beiden Teams diesmal so begann wie es sich die Winterthurer gewünscht hatten. Sie agierten viel offensiver und sehr körperbetont und gingen nach einem Sololauf von Sundstedt auch erstmals in der Serie in Führung (3.). Doch allein mit einem 1:0 lässt sich der der SVWE nicht aus der Ruhe bringen, sondern die Berger-Truppe nahm den Fight an und zermürbte die Gäste im Verlauf der Partie zunehmend. Die Basis zum sicheren Sieg legte dabei wieder die konsequente und kompakte Defensive, die bessere körperliche Verfassung und vor allem auch die individuelle Klasse von Daniel Johnsson.

Drei Tore für Magic Johnsson

Dem Schweden, welchem noch am Spieltag in einer Tageszeitung eine Story unter dem Titel Magic Johnsson gewidmet wurde, erzielte erst den raschen und wichtigen Ausgleich mit einem seiner Distanzschüsse (7.), nützte dann einen Fehler in der HCR-Defense kaltblütig aus (25.) und sorgte letzlich mit dem Wunder-Zorro zum 3:1 (30.) für das magische Glanzlicht und eine standing ovation in der Grossmatt, die nach dem Treffer explodierte. Es waren die Tore 9 bis 11 für den Künstler im siebten Playoff-Spiel.

Vier Tore für Hofbauer-Linie

Mit einem 3:1 ging es auch in den Schlussabschnitt, wo Wilers erste Linie um Matthias Hofbauer mit den beiden Doppeltorschützen Krähenbühl und Louis gleich alle vier Tore erzielte. Dabei besteht die Hauptaufgabe des Blocks ja vor allem darin, die HCR-Topformation zu kontrollieren, was nun schon drei Partien beinahe perfekt gelingt. Der Atem der Gäste, welche auch auf zwei Blöcke reduzierten, wurde im Schlussabschnitt auch deutlich kürzer. Das 3:0 in der Serie ist also Tatsache und die Herausforderung an die Winterthurer wird immer grösser.
Nach wie vor haben sie den Schlüssel in der Offensive nicht gefunden. Zwei Tore in drei Spielen sagen beinahe alles. Der bärenstarke und unglaublich viel Sicherheit ausstrahlende Nicolas Wolf (mit einer Traum-Save-Quote über 90 Prozent) formiert mit dem Defensivkonzept ein Bollwerk, das für den Aussenseiter nicht zu überwinden scheint. Und der HCR weiss auch, dass er – wenn er das Visier hochklappt – dem Meister ins offene Messer zu laufen droht. Von Spiel zu Spiel agierten die Winterthurer offensiver, kassierten dafür auch immer mehr Gegentore – erst 3, dann 5, jetzt 7.

SV Wiler-Ersigen - HC Rychenberg Winterthur 7:1 (1:1, 2:0, 4:0)

Sportanlage Grossmatt, Kirchberg. 950 Zuschauer (ausverkauft). SR Kronenberg/Kronenberg.
Tore: 3. R. Sundstedt (M. Hautaniemi) 0:1. 7. D. Johnsson (T. Väänänen) 1:1. 25. D. Johnsson 2:1. 30. D. Johnsson (N. Bischofberger) 3:1. 41. J. Krähenbühl (M. Hofbauer) 4:1. 43. J. Krähenbühl (M. Louis) 5:1. 51. M. Louis (D. Wittwer) 6:1. 58. M. Louis (M. Hofbauer) 7:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 4mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.
Bemerkungen: SVWE mit Wolf im Tor, neu mit Meister anstelle von T. Känzig im dritte Block sonst unverändert. Grossmatthalle ausverkauft, aufgrund des TV-Spiels die Kapazität auch 950 Zuschauern eingeschränkt.