«Es fühlt sich gut an. Und ein bisschen erleichtert bin ich auch», sagte Olten-Trainer Mirko Pavlicevic nach dem 2:1-Sieg gegen den SC Schöftland. Der vierte Rückrundensieg, dazu ebenso viele Unentschieden, sichert dem FC Olten am zweitletzten Spieltag definitiv den Verbleib in der 2. Liga inter. «Am Schluss zählt nur der Ligaerhalt», so Pavlicevic. «Ein grosses Kompliment an die Mannschaft, dass sie dies geschafft hat. Ohne Punktabzug im Winter hätten wir es schon früher geschafft. Das war schade.»

Der Trainer blieb erstaunlich nüchtern. Auch unter den Spielern kam nach dem Spiel nur in der Traube ein Jubelschrei auf. Das Kleinholz kann nach einer ereignisreichen Saison aufschnaufen. Zwei Präsidenten, ein Trainerwechsel im Winter, Pavlicevic war in der Vorrunde Assistent vom in die Heimat Polen ziehenden Ryszard Komornicki, und massenhaft Transfers erlebte der FC Olten in dieser Saison. Insgesamt 52 verschiedene Spieler kamen in den 25 Meisterschaftsspielen Einsatz. Unter diesen Umständen ist der Verbleib in der 2. Liga inter eine grosse Leistung und nicht selbstverständlich.

Oltens Topskorer trafen

«Wir haben das Spiel lange Zeit kontrolliert und auch mit etwas Glück gewonnen», fasste Pavlicevic den letzten Heimauftritt zusammen. In der 28. Minute brachte Blerim Bekteshi den FC Olten mit seinem achten Saisontor in Führung. Er luchste Verteidiger Manuel Moor den Ball ab und vollstreckte mit einem satten Vollspannschuss. Vor dem 1:0 hatten die Oltner die besseren Möglichkeiten. Luca Schifferle scheiterte an Goalie Livo Buchser (12.), Gianfranco Vinci verpasste per Kopfball (19.) und Edon Morina setzte seinen Weitschuss knapp über das Gehäuse (22.). Die bis dahin beste Chance der Gäste hatte Orug Teke, der den Ball in der 17. Minute nach einem Eckball aus knapp elf Metern an die Latte knallte.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhten die Oltner auf 2:0. Der in der Pause eingewechselte Aussenläufer Xaver Meyer liess seinen Gegenspieler stehen und spedierte das Leder von der Grundlinie aus flach zu Hazir Zenuni in den Sechzehner. Der Topskorer des Teams schirmte den Ball in seiner unnachahmlichen Art ab, täuschte eine Drehung nach links an, zog den Ball auf den linken Fuss und hatte dadurch genug Platz, um zum zehnten Mal in dieser Saison einzunetzen. «Danach müssten wir das dritte Tor machen. Sonst bekommst du gegen so einen Gegner halt auch mal einen.»

Goalie Husi hielt die Punkte fest

Keine Minute nach dem 2:0 vergab Gäste-Topskorer Silvan Otto, stolze 18 Tore in dieser Saison, aus kürzester Distanz mit einem Flachschuss an Thomas Husi. In der 56. Minute tat es ihm Xaver Meyer auf der Gegenseite gleich. Dies wäre die Entscheidung gewesen. Der FC Olten wurde in der Folge immer passiver, stand sehr tief und überliess dem SC Schöftland so das Spielgeschehen. Dies rächte sich in der 74. Minute. Joker Miroslav Kral lenkte die Flanke von Fabio Lo Priore ab, Husi parierte glänzend, doch Kral hämmerte den Abpraller ins Tor. Schöftland drückte in der Schlussviertelstunde heftig auf den Ausgleich. Am gefährlichsten wurde es für die Oltner, als Aaron Burkhardt in der 83. Minute durch war, aber im Eins-gegen-eins in Husi seinen Meister fand.

Die Oltner zitterten den knappen Vorsprung schliesslich über die Zeit. Nun kann die Pavlicevic-Elf das Derby beim FC Dulliken am nächsten Samstag zum Saisonabschluss geniessen. Der Trainer und dessen Assistent Ali Halimi können die Planung für die sechste Saison in Folge des FC Olten in der 2. Liga inter angehen. «Die Saisonvorbereitung sollte diesmal etwas ruhiger werden als im letzten Sommer», hofft Pavlicevic. «Gut ist, dass wieder Ruhe eingekehrt ist im Klub. Der neue Vorstand arbeitet gut. Wir werden ein paar neue Spieler suchen für die nächste Saison. Die Vorbereitung wird auf jeden Fall besser werden.»