3. Liga
Däniken-Gretzenbach will mit umgekrempeltem Kader den Ligaerhalt schaffen

Milos Lazarevic soll als neuer Trainer der 1. Mannschaft wieder Ruhe in den FC Däniken-Gretzenbach bringen. Ziel für die Rückrunde: «Den Ligaerhalt schaffen und als Team zusammenwachsen», so der 34-Jährige.

Raphael Wermelinger
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Milos Lazarevic kommt heute in Oensingen zu seinem Debüt an der Seitenlinie der 1. Mannschaft des FCDG.

Milos Lazarevic kommt heute in Oensingen zu seinem Debüt an der Seitenlinie der 1. Mannschaft des FCDG.

Raphael Wermelinger

Der FC Däniken-Gretzenbach durchlebt turbulente Jahre. Dabei sah am Ende der Saison 2008/09 alles noch sehr rosig aus: Unter Trainer Stefan Kägi stiegen die Niederämter in die 2. Liga auf. In der Folgesaison konnte sich der FCDG mit viel Glück in der obersten regionalen Spielklasse halten. Die elftplatzierten Däniker profitierten damals vom freiwilligen Abstieg des FC Hägendorf.

2010 übernahm René Scherz das Traineramt von Stefan Kägi, der Abstieg konnte in dieser Saison allerdings nicht mehr verhindert werden und so ging der FCDG 2011/12 wieder in der 3. Liga an den Start.

Nach der Vorrunde auf dem fünften Platz klassiert, ersetzte der Verein René Scherz durch Remo Lehmann, was den Abgang einiger Stammspieler zur Folge hatte. Dennoch konnten die Däniker den fünften Platz in der Rückrunde halten.

Vor knapp zwei Monaten platzte die nächste Bombe: Lehmann teilte dem Verein seinen sofortigen Rücktritt mit. In Milos Lazarevic, der in der Vorrunde die zweite Mannschaft des FCDG auf den dritten Rang der 4. Liga geführt hatte, wurde schnell ein neuer Mann für den Posten an der Seitenlinie gefunden. «Ich wollte aber nicht einfach als Feuerlöscher für die Rückrunde herhalten», kommentiert Lazarevic seinen Entscheid, «deshalb war mir wichtig, dass mein Vertrag auch für die nächste Saison gilt.»

Auf den 34-Jährigen wartet eine sehr schwierige Aufgabe. Däniken-Gretzenbach steckt in der äusserst ausgeglichenen 3. Liga tief im Abstiegskampf. Doch eben weil die Situation prekär ist, hält sich Lazarevic für den richtigen Mann: «Von meinem Beruf her bin ich Führungsarbeit seit zwölf Jahren gewohnt», begründet er, «ich arbeite gerne mit Leuten verschiedenster Altersklassen zusammen, bin direkt, habe immer ein offenes Ohr und weiss, wie ein Team funktionieren kann.» Von seinen Spielern fordert er vor allem viel Selbstkritik – man müsse auch unangenehme Dinge ansprechen können – und Disziplin, welche er als das A und O für eine gute Zusammenarbeit hält.

«Den Ligaerhalt schaffen und als Team zusammenwachsen», lauten die Ziele des Rothristers für die Rückrunde. Die Mannschaft wurde für diese Vorhaben völlig umgekrempelt. Mit Neziri (von Oftringen), Silvestre (Entfelden), Tahiraj (Dagmersellen) und Pavleski (Mladost Aarau) wurden vier Neuverpflichtungen getätigt. Weitere Aufstockungen des Kaders erfolgten durch den Zuzug von Buda (eigene Senioren) und acht Spielern aus der zweiten Mannschaft.

Demgegenüber stehen drei Abgänge. «Ich denke, wir konnten die Qualität steigern», beurteilt Lazarevic die Mutationen, «aber die Zeit war zu kurz für eine ideale Abstimmung. Wir werden Geduld brauchen.» Seine Spielphilosophie konnte er aber schon der zweiten Mannschaft sehr schnell einimpfen: Eine starke Defensive, die schon bei einem sicheren Goalie beginnt, als Basis, eine stete Grundordnung und Spielwitz. Seine Prognose für den Verlauf der Rückrunde: «In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Deshalb werden die Tagesform, ein guter Start in die Partien und Glück bei den Standards entscheidend sein. Ich glaube zu 100 Prozent an die Jungs; sie gehören in diese Liga.»

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