Nach der unglücklichen Auftaktniederlage vor Wochenfrist in dieser Finalserie stand das Fanionteam der Oekinger im Heimspiel am Samstag mit dem Rücken zur Wand: Eine weiter Niederlage in dieser Best-of-3 Finalserie durften sich die Wasserämterinnen nicht mehr leisten. Vor grosser Kulisse im Sportzentrum Zuchwil konnte ein 14:5-Heimsieg erspielt und die Serie der beiden besten Kleinfeldteams des Landes somit wieder ausgeglichen werden.

Bereits am Sonntag folgte dann die "Belle", das entscheidende dritte Finalspiel musste über den Gewinn des Schweizermeistertitels 2018 entscheiden. Beide Teams starteten etwas verhalten in dieses Spiel, in welchem wiederum die Zürcher Oberländerinnen Heimrecht hatten. Mehr als die Hälfte der Zuschauer im Zürcherischen Pfäffikon war jedoch aus dem Kanton Solothurn angereist und unterstützten ihre Ö-Queens lautstark. Die tolle Stimmung auf den Zuschauerrängen färbte sich dann auch zunehmend auf das Spiel ab: Es entwickelte sich zunehmend zu einem schnellen, attraktiven und spannenden Match.

Die Oekinger Damen konnten in der 5. Spielminute das Skore durch einen Treffer von Mara Zülle eröffnen. Bis zur ersten Pause kam jedoch auch das Heimteam immer besser ins Spiel und so ging es mit einem gerechten 2:2 zum ersten Tee. Zur Spielmitte waren es wiederum die Gossauerinnen, welche mit einer Länge in Führung gehen konnten, diese hatte jedoch nicht sehr lange Bestand. Durch einen Doppelschlag innert 13 Sekunden drehten die Solothurnerinnen die Partie und gingen mit einem knappen 4:3-Vorsprung in die zweite Drittelspause.

Im Schlussabschnitt bekam dann das Publikum noch 9 weitere Treffer zu sehen. Oekingen erwischte den besseren Start und konnte den Vorsprung zum zwischenzeitlichen 6:3 vorentscheidend ausbauen. In der Folge rannten die Zürcherinnen mehrheitlich vergeblich an der starken Defensive der Solothurnerinnen an. Gossau setzte alles auf eine Karte um noch einmal ins Spiel zurück zu kommen und ersetzte den Torhüter durch eine zusätzliche Feldspielerin. So fielen noch einige Tore auf beiden Seiten.

Schliesslich gewann der UHC Oekingen dieses entscheidende Finalspiel mit 10:6 und sicherte sich damit nach dem Cupsieg auch den Meistertitel. Nach dem Doublegewinn im Vorjahr konnten die Oekingerinnen beide Titelgewinne bestätigen und diese auch in dieser Saison in den Kanton Solothurn holen. (slo)