Swiss Football Awards 2016
Damen des FC Attiswil gewinnen Award für Fairplay

Grosser Erfolg für die Frauen des FC Attiswil: Die Spitze des Dorfklubs nahm am Montag an den Swiss Football Awards 2016 in Lachen SZ den Award in der Kategorie «Fair Play of the Year» entgegen.

Lea Durrer
Drucken
Teilen
Die fair-spielende Damenmannschaft des FC Attiswil.

Die fair-spielende Damenmannschaft des FC Attiswil.

zvg

Bei Fairplay kommt es auf vorbildliches Verhalten vor, während und nach den Spielen an. Der FC Attiswil spielt dabei seit Jahren stets vorne mit. In Verbandskreisen spreche man schon von einem Abonnement, welches der Verein gelöst habe, meint Klub-Präsident Heinz Hohl schmunzelnd.

Das ist Fairplay auf dem Spielfeld:

- Vermeiden Sie es, im Zweikampf für ein Tackling (eine Grätsche) «zu Boden zu gehen».

- Spielen Sie fair und respektieren Sie Ihre Gegenspieler. Gefährden Sie Ihre Gesundheit nicht mit rücksichtslosem Einsteigen.

- Halten Sie sich an die Regeln.

- Behandeln Sie Ihre Gegenspieler so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.

- Bewahren Sie einen kühlen Kopf, auch in spielentscheidenden Situationen.

- Setzen Sie Ihre Gesundheit nicht für einen Sieg aufs Spiel.

Quelle: suva.ch

Zur letzten nationalen Auszeichnung – Fairplay-Schweizermeister der Saison 2004/2005 – kommt jetzt für den FC Attiswil die nächste Ehrung: Das Damenteam erspielte sich den Award «Fair Play of the Year» und ist am Montag an den Swiss Football Awards 2016 in Lachen SZ ausgezeichnet worden. Letzte Woche wurde der FC Attiswil schon vom schweizerischen Fussballverband und der suva im Stade de Suisse in Bern geehrt.

In Mitten der Grossen

Heinz Hohl nahm den Preis zusammen mit Vizepräsident Philipp Singer entgegen. «Den ganzen Abend mit Stars zu erleben, war sehr schön», meint Hohl am Tag nach der Verleihung. Die ganze Verbandsspitze sei da gewesen. «Das war schon imposant, neben x-Millionen zu sitzen.»

In elf Kategorien wurden an diesem Abend Awards vergeben (siehe unten). Die Attiswiler Delegation nahm den Fairplay-Preis entgegen. Eine Dankesrede gab es nicht. «Moderator Paddy Kälin stellte einfach einige Fragen zum Fairplay», so Hohl.

Martin Zumstein, Hans Sinzig (Präsident) und Heinz Hohl 2005, als der FC Attiswil die Fairplay-Trophy erhielt. (Archiv)

Martin Zumstein, Hans Sinzig (Präsident) und Heinz Hohl 2005, als der FC Attiswil die Fairplay-Trophy erhielt. (Archiv)

Armin Leuenberger

Der Klub-Präsident ist stolz, was die Drittliga-Frauenmannschaft erreicht hat. An den Moment, als er mitgekommen hat, wie weit vorne die Damen im Ranking liegen, kann er sich noch sehr gut erinnern. «Ich war an den Vorbereitungen für die Hauptversammlung und schaute mir die schweizweite Fairplay-Rangliste an. Das war für mich eine riesige Überraschung, dass die Mannschaft an der Spitze lag.» Auch der Trainer habe keine Ahnung gehabt, als er ihn darauf angesprochen habe. Man habe das Ganze während der Saison nicht aktiv verfolgt. «Wir wollten einfach aufsteigen, das war das Ziel», so Hohl.

Dies konnte zwar nicht erreicht werden, an der Hauptversammlung war die Freude über den Fairplay-Sieg aber dennoch riesig.

«Kein Nonnenfussball»

Fairplay wird beim FC Attiswil grossgeschrieben. Aber nicht zu gross. Hohl beschreibt die Philosophie des Klubs so: «Wir wollen kein Nonnenfussball. Ein Foul ist o.k., es sollte aber nie persönlich werden.» Hohl sieht den Award als Beweis, dass die jahrelangen Bemühungen und Aktionen in Bezug auf Fairplay und Fairness nachhaltig und erfolgreich sind. «Es ist angekommen bei den Leuten. Das ist super», sagt der Präsident.

Am Dienstagabend übergibt Heinz Hohl den Award der Damenmannschaft. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dann noch im Verein gefeiert.

Alle Sieger des Abends

Alle Kategorien und SiegerInnen im Überblick:

-

Credit Suisse Player of the Year – men: Yann Sommer

-

Credit Suisse Player of the Year – women: Lara Dickenmann

-

Helvetia Schweizer Cup Team of the Year: FC Lugano

-

Trainer of the Year: Vladimir Petkovic

-

Most important Goal of the Year: Xherdan Shaqiri (EM-Achtelfinale gegen Polen)

-

Credit Suisse Rookie of the Year: Nico Elvedi

-

Save of the Year: Yann Sommer

-

Fair Play of the Year: Frauen: FC Attiswil, Männer: FC Donneloye

-

Referee Performance of the Year: Yves Dégallier

-

Coolest Goal of the Year: Patricia Willi (FC Zürich Frauen)

-

Ehrenamtlicher of the Year: Philipp Jurt (FC Lachen/Altendorf)