Schweizer Cup

Cup-Kracher für den TV Solothurn: Ein frühes Highlight im Schweizer Cup

Setzt der TV Solothurn im Cup zum Höhenflug an?

Setzt der TV Solothurn im Cup zum Höhenflug an?

Der TV Solothurn empfängt am Donnerstag im Schweizer Handball-Cup das NLA-Team von St. Otmar St. Gallen und hofft dabei auf eine Sensation.

Die NLB-Saison der Handballer ist noch jung und schon wartet ein Highlight auf den TV Solothurn. Im Schweizer Cup treffen die Aarestädter am Donnerstag, 20.15 Uhr, in der CIS-Halle auf das NLA-Team von St. Otmar St. Gallen. Die Rollen sind also klar verteilt, doch gerade im Cup haben schon viele Underdogs ihr eigenes Märchen geschrieben.

Cup-Wettbewerbe haben im Mannschaftssport einen hohen Stellenwert. Trifft man im Meisterschaftsbetrieb jeweils auf ähnlich starke Gegner über eine lange Saison, so heisst es im Cup: «Step by step and the winner takes it all». Bei einem Sieg gehts in die nächste Runde, verliert man, dauert es ein Jahr bis zum nächsten Anlauf. Zudem bietet nur der Cup die Möglichkeit, sich einmal mit höherklassigen Teams zu messen, oder gar mit den NLA-Profis. Dies ist auch der Grund, dass sich der Wettbewerb vor allem bei Breiten- und Leistungssportlern nach wie vor grosser Beliebtheit erfreut.

Gleiches Duell wie vor drei Jahren

Für den TVS kommt es nun also bereits im Sechszehntelfinal zum Cup-Knaller gegen einen «Grossen». Mit dem TSV St. Otmar St. Gallen gastiert ein absoluter Traditionsverein des Schweizer Handball in der CIS-Halle in Solothurn. Die Ostschweizer erlebten ihre erfolgreichste Zeit um die Jahrtausendwende, als sie Meister wurden und je zwei Mal den Schweizer Cup und den Supercup gewannen.

Obwohl der 7-fache Meister aus St. Gallen seit 1992 ununterbrochen in der höchsten Liga spielt, ist das Team dem unterklassigen TV Solothurn nicht gänzlich unbekannt. Denn bereits vor drei Jahren trafen die beiden Mannschaften im gleichen Wettbewerb aufeinander, damals im Achtelfinal. Bei der knappen 28:33-Niederlage hielten die Solothurner gegen den Favoriten lange tapfer mit und nur wenig fehlte zur Sensation.

Cup-Märchen dank der Nähe zu Bern?

Diese Sensation will der TV Solothurn in diesem Jahr vollbringen. Frech und aufmüpfig, wie es sich für einen Underdog gehört, hat TVS-Captain Martin Beer vor der Saison gesagt: «Mein Ziel in dieser Saison ist der Einzug in den Viertelfinal des Schweizer Cups.»

Dass die Truppe von Trainer Jürg Lüthi nun schon im Sechszehntelfinal auf einen NLA-Verein trifft, macht dieses Unterfangen zwar sehr schwierig, aber keineswegs unmöglich. Denn in der Meisterschaft vermochten die Ostschweizer noch nicht gänzlich zu überzeugen. Aus vier Spielen resultieren aktuell zwei Siege, gegen die Abstiegskandidaten RTV Basel und GC Amicitia Zürich.

Auch die Cupgeschichte der letzten sieben Jahre sollte dem TV Solothurn Mut machen. Einerseits ist der TVS in dieser Zeit einige Male über sich selber hinausgewachsten. Auf der anderen Seite scheiterten die St. Galler, mit Ausnahme der Saison 2016/17 als sie den Final erreichten, jeweils recht früh. Pikantes Detail: Bei allen sechs Niederlagen in diesen sieben Jahren stand auf der anderen Seite ein Berner Team, entweder Wacker Thun oder der BSV Bern. Bekanntlich ist Mannschaft des TV Solothurn dank der Zusammenarbeit mit dem BSV Bern zur Hälfte gespickt mit Bernern. Und die andere Hälfte, die Solothurner, werden von Ostschweizern gerne auch mal für Berner gehalten.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1