Futsal

CIS Marigona: Ohne richtiges Zuhause in der Finalrunde

Mit einem 9:5-Sieg gegen die Lusitanos unterstreicht CIS Marigona Aufstiegs-Ambitionen in die Premier League. In der CIS-Halle fühlt sich das Team allerdings nicht heimisch: Das Turnier musste aufgrund fehlender Infrastruktur beinahe abgesagt werden.

Nach drei Siegen an den ersten drei Spieltagen galt CIS Marigona am Sonntag in der Heimrunde in der Solothurner CIS-Halle gegen die Lusitanos als klarer Favorit. Doch dann legten die Albaner aus Derendingen einen klassischen Fehlstart hin und die Portugiesen aus La Chaux-de-Fonds gingen 2:0 in Führung.

Marigona liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, stabilisierte die Defensive und liess den Ball geduldig in den eigenen Reihen zirkulieren, bis sich Chancen eröffneten. Nach 12 Minuten war die Wende zum 3:2 für die Solothurner geschafft und diese Führung gaben sie nie mehr aus der Hand.

Was beeindruckte, war das Fairplay. Das Tackling und Hineinrutschen ist verboten. Weil der Futsal-Ball fast nicht hochspringt und es ohne Banden keine hässlichen Bandenkämpfe geben kann, sind harte Fouls und gefährliche Situationen die absolute Ausnahme.

Fast nie wurde reklamiert und die Atmosphäre war so freundschaftlich, dass sich mache «normale» Fussballmannschaft beim Futsal etwas abschauen sollte.

NLA nur zweithöchste Spielklasse

Am Ende gewann Marigona 9:5 und qualifizierte sich damit als souveräner Leader der Westgruppe der Nationalliga A bereits vor der Weihnachtspause für die Finalrunde um den Aufstieg in die Premier League.

Die Bezeichnung «Nationalliga A» führt nämlich ein wenig in die Irre, denn es ist nicht die oberste Spielklasse, und sie ist erst noch in eine West- und eine Ostgruppe aufgeteilt.

Die verbleibenden drei Spieltage im Januar können damit zur Vorbereitung im Ernstkampf genutzt werden, wobei es wichtig ist, sich als Gruppensieger die bestmögliche Ausgangslage zu schaffen.

«Unser Ziel ist der Aufstieg», sagt Trainer Kristjan Laski ohne falsche Bescheidenheit. Weil die Premier League auf 10 Mannschaften aufgestockt wird, stehen die Chancen tatsächlich gut. Und dann wolle Marigona Futsal in der Region Solothurn bekannt machen und Turniere für Junioren organisieren.

Zeitmessung per Handy

Manchmal habe man es als Organisator aber nicht einfach. «Als wir heute Morgen in der Halle eintrafen, funktionierte nichts. Die Uhr lief nicht, die Kabel fehlten und wir mussten beinahe das Turnier absagen.

Im ersten Spiel mussten wir die Zeitmessung mit dem Handy machen», beschrieb Laski die Schwierigkeiten. Der Aufwand sei gross und die Hallenmiete sehr teuer. «Aber am Schluss muss man noch froh sein, die Halle überhaupt zu bekommen.»

Kristjan Laski hat eine Hoffnung: «In Derendingen ist eine neue Dreifachhalle geplant. Das wäre cool, wenn die realisiert wird, weil dann wären wir dort richtig zu Hause.»

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