Schwingen
Christian Stucki mit Heimsieg in Büren an der Aare

86 Schwinger, 300 Zuschauer und der Heimsieg von Lokalmatador Christian Stucki sorgten in Büren an der Aare für ein perfektes Hallenschwinget.

Hans Peter Schläfli
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Hans Peter Schläfli

Schwingen ist eine staubige Sache – ganz besonders in der Halle. So wird am Sonntag in manch einer guten Seeländer Stube der Staubsauger das nach Hause getragene Sägemehl vom Teppich entfernen müssen. Aber Hallenschwingen ist trotzdem keine verstaubte Sache. Das beweist jeweils das gewaltige Zuschauerinteresse in Büren an der Aare. Die alte Turnhalle war fast konstant bis auf den letzten Platz gefüllt. Schlag auf Schlag standen sich hier die Schwinger auf dem Sägemehlquadrat gegenüber. Langweilig wurde es sicher nie.

Als Favorit galt Christian Stucki, und der gewann auch die ersten fünf Gänge souverän. Dazu signierte er in den Pausen auch noch fleissig Mützen für seine Fans. Schliesslich ist Stucki in Büren der Lokalmatador. Im Schlussgang trat dem Lysser dann aber nicht wie von vielen erhofft Hanspeter Luginbühl gegenüber. Der Oberländer hatte mit einem Gestellten gegen Philipp Roth begonnen und wurde schliesslich Zweiter. Es war Florian Gnägi, der für einen reinen Seeländer Schlussgang sorgte. Gnägi hatte zwar ebenfalls mit einem Gestellten gegen Samuel Blatter begonnen, gewann dann aber viermal in Serie und hatte sich so diese Ehre verdient.

Wegen des Gestellten musste der Aussenseiter natürlich unbedingt gewinnen, wenn er sich den Tagessieg sichern wollte. Christian Stucki konterte geschickt und zog mehrfach kurz an. Nach 7 Minuten und 20 Sekunden mit Erfolg. «Es ist schön, mit Heimvorteil zu schwingen», kommentierte Stucki nach dem Sieg, «aber es war kein Vorteil, gegen einen guten Kollegen und Trainingspartner zu schwingen. Er weiss nämlich ganz genau, was von mir kommt.» Als grosses Ziel bezeichnet er dieses Jahr die Titelverteidigung in Kilchberg und so sei das Hallenschwingen eine sehr gute Standortbestimmung gewesen. «Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg und habe heute gespürt, was ich verbessern kann», sagte Stucki.

Seit dem ersten Hallenschwingen in Büren von 1988 ist Christian Wyss als Organisator mit dabei.Er denkt noch lange nicht ans Aufhören. «Ich habe mich über Christian Stuckis Sieg sehr gefreut», meinte der Ehrenpräsident des SK Unteres Seeland. «Er macht immer sehr gute Reklame für unseren Schwingklub und das hilft, unseren Nachwuchs zu motivieren.» Wyss freute sich auch über die übervolle Halle und die 86 Schwinger. «Das ist die zweitbeste Teilnehmerzahl. Damit haben wir in Büren die Grenzen unserer Möglichkeiten erreicht.»

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